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Bundesumweltministerin und NABU pro Wolfsabschuss

Geht‘s dem Wolf jetzt an den Kragen? Die Bundesumweltministerin möchte mit dem „Lex Wolf“ klare Regeln schaffen.


Die Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) will laut einer Aussage, die sie gegenüber der "BILD" getätigt hat, den Abschuss von Problemwölfen in Deutschland erleichtern. Durch die „Lex Wolf“ soll es möglich sein, Wölfe bereits dann zu erlegen, wenn sie „ernsthafte landwirtschaftliche Schäden“ anrichten.

Die beiden Wölfe GW717m (Niedersachsen) sowie GW924m (Schleswig-Holstein) wurden per Ausnahmegenehmigung zum Abschuss freigegeben, da sie mehrfach Herdenschutzmaßnahmen überwunden haben und massive Schäden an Nutztierbeständen anrichten. «Wenn Wölfe mehrfach Schutzzäune überwinden oder Menschen zu nahe kommen, muss man sie auch abschießen dürfen“, so Schulze gegenüber der BILD.

Bei Faschingsfeierlichkeiten hatte die Ministerin für Aufsehen gesorgt: Sie hatte sich als Wolf verkleidet.

Kehrtwende beim NABU?

In einer Bundestagsdebatte, die Mitte Februar stattfand, sprach sich die Koalitionsparteien sowie die Grünen gegen einen Antrag der FDP aus. Die Partei hatte klare Regeln für den Umgang mit dem Wolf gefordert.

Auch der NABU befürwortet nach dem Statement der Bundesumweltministerin „schweren Herzens“ diese Position. Der Wildtierexperte Ralf Schulte betonte gegenüber dem "Deutschlandfunk" aber, dass eine Entnahme stets das letzte Mittel der Wahl sei. 


Hannah Reutter geboren in Stuttgart, in der Landwirtschaft aufgewachsen, Jägerin und Führerin von DD & Dackel, seit 2018 bei den dlv Jagdmedien als Volontärin tätig.
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