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Bundestag: Keine Maßnahmen gegen weitere Verbreitung von Wölfen

Wolfsrudel-Nahaufnahme © AB Photography - stock.adobe.com
Der Bundestag will derzeit keine Maßnahmen gegen die Verbreitung von Wölfen ergreifen.

Der Petitionsausschuss sieht keinen Bedarf, Maßnahmen gegen eine weitere Verbreitung von Wölfen zu ergreifen oder den Wolf ins Jagdrecht aufzunehmen. Die Fraktionen von SPD, Bündnis 90/Die Grünen, FDP und Die Linke stimmten dafür, auf eine Überweisung einer entsprechenden Petition an die Bundesregierung zu verzichten und das Petitionsverfahren abzuschließen. Die CDU/CSU und AfD hatten hingegen für eine Überweisung plädiert.

Angst um Deichsicherung

Die Initiatoren der Petition, Betreiber eines Pferdegestüts, hatten Maßnahmen gegen die „unkontrollierte Verbreitung des Wolfes in Niedersachsen“ gefordert. Sie äußerten die Sorge, dass eine artgerechte Pferdehaltung sowie jegliche Weidehaltung durch die vermehrten Wolfsübergriffe nicht mehr möglich seien. Auch die Unionsfraktion äußerte Bedenken, dass durch Zunahme von Wolfsangriffen auf Schafe am Deich sich Schafhalter aus der notwendigen Deichsicherung mit ihren Tieren zurückziehen könnten. Zudem habe sich der Wolfsbestand in den vergangenen Jahren deutlich erholt, sodass der aktuelle Schutzstandart nicht mehr nötig sei.

Problem in die andere Richtung

Eine Vertreterin der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen gab an, dass insbesondere bei Wolfshybriden von keiner zunehmenden Verbreitung gesprochen werden könne und es bereits jetzt Möglichkeiten zu Einzelentnahmen gebe. „Dies habe unlängst erst dazu geführt, dass in Niedersachsen eine junge Wölfin abgeschossen wurde, die dafür gar nicht freigegeben worden sei. Es gebe als eher ein Problem in die andere Richtung“, wird die Sprecherin der Grünen wiedergegeben.


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