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Bundesrichter neuer Präsident

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Dienstag, 28.05.2013 - 02:06
Ein Dachziegel vom Dachverband: DJV-Präsident Hartwig Fischer (r.) gratuliert Dr. Jürgen Ellenberger zur Wahl. Foto: Jens Dittrich © Jens Dittrich

Dr. Jürgen Ellenberger heißt der neuer Präsident des Landesjagdverbandes Hessen. Der 53-Jährige wurde auf der Delegiertenversammlung des LJV am 25. Mai in Laubach bei Gießen einstimmig zum Nachfolger von Dietrich Möller (75) gewählt. Ellenberger vertritt fortan die Interessen von rund 23.000 hessischen Jägerinnen und Jägern.
Seit 2009 Vizepräsident des LJV ist er zudem in diversen anderen jagdlichen Gremien engagiert. Neben seiner Tätigkeit als Kreisjagdberater und Mitglied der Jägerprüfungskommision ist der passionierte Jäger Mitpächter eines Reviers in der Nähe seines Wohnortes in Weimar bei Marburg. Beruflich ist Dr. Ellenberger Richter am Bundesgerichtshof.

Dietrich Möller, der aus Altersgründen nach 24 Jahren an der Spitze des Verbandes nicht mehr zur Wahl angetreten war, wurde von der Versammlung ebenso einstimmig zum Ehrenpräsidenten ernannt. Die Verdienste von Adolf Tausch, dem scheidenden Vizepräsidenten, wurden mit der Ehenmitgliedschaft gewürdigt. Umwelt-Staatssekretär Mark Weinmeister (CDU) verlieh Dietrich Möller im Namen des Landes Hessen die Ehrenplakette in Gold und Adolf Tausch die gleiche Auszeichnung in Silber.
Weinmeister, der das große Engagement von Dietrich Möller und der LJV-Spitze in seinem Grußwort entsprechend würdigte, ging auch auf die gute Zusammenarbeit zwischen Jagdverband und Ministerium bezüglich der neuen anstehenden Jagdverordnung ein. Wie er, unterstrich auch Dietrich Möller, dass diese Verordnung absolut praxisorientiert gestaltet worden sei. Inhalte wollten beide jedoch noch nicht kundtun. Möller drängte jedoch darauf, den Anhörungsprozess durch Jagdbeirat und Tierschutzbeirat endlich zu beschleunigen.
Nicht ohne Grund: Denn am 22. September 2013 steht parallel zur Bundestagswahl auch die Wahl zu einem neuen hessischen Landtag an. So fasste der frisch gewählte LJV-Präsident Dr. Ellenberger den Ausblick darauf wohl sehr treffend zusammen: "Das politische Bild wird wahrscheinlich bunter. Ob es einfacher wird, wag ich zu bezweifeln."
DIT