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Bundesland verhängt Kastrationspflicht für Katzen

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Kathrin Führes
am
Donnerstag, 07.01.2021 - 17:27
Katze-krank © Sabine Ferkinghoff - stock.adobe.com
Durch die Kastrationen soll den nachfolgenden Katzen-Generationen viel Leid und Elend erspart werden.

Im Zuge einer Katzenschutzverordnung verhängt das Saarland eine Kastrationspflicht für wildlebende, verwahrloste Katzen. Man will damit vor allem die Population verwilderter Katzen eindämmen und damit nachfolgenden Generationen „viel Leid und Elend“ ersparen. Die Kastrationspflicht beschränkt sich zunächst auf große lokale Ansammlungen von Katzen in sogenannten „Hotspots“. Diese umfassen einen Radius von 2 Kilometern – dem üblichen Bewegungsradius von Katzen. Wie viele Katzen dort leben müssen, um als „Hotspot“ zu gelten, sei jedoch je nach örtlichen Gegebenheiten unterschiedlich. Die Einordnung werde vor allem anhand des Gesundheits- und Ernährungszustands festgemacht.

Katzen werden vor Ort wieder freigelassen

Jeder Bürger kann Ansammlungen von Katzen beim Landesamt für Verbraucherschutz melden. Veterinäre vor Ort würden dann anhand eines Kriterienkatalogs entscheiden, ob an dem Ort weitere Maßnahmen erfolgen müssen. Entschließt man sich zu einer Kastration, werden die Katzenhalter im betroffenen Gebiet über die Aktion informiert. Katzen, die nicht gekennzeichnet und nicht in einem Haustierregister eingetragen sind, werden dann von ehrenamtlichen Mitgliedern der örtlichen Tierschützer eingefangen und zum Kastrieren und Chippen gebracht. Auf Nachfrage der Redaktion gab ein Ministeriumssprecher an, dass Katzen, bei denen eine Vermittlung aufgrund der Verwilderung nicht möglich sei, wieder am gleichen Ort freigelassen werden.

Nach Angaben des Ministeriums sei das Saarland das erste und bislang einzige Bundesland, welches die Umsetzung von zentraler Stelle auf Landesebene koordiniert, organisiert und finanziert. Für die Umsetzung der Katzenschutzverordnung seien im Landeshaushalt 200.000 Euro pro Jahr hinterlegt.


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