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Bundesjagdgesetz: Kabinett billigt Entwurf zu Änderungen

Auch das Thema Rehwildabschuss soll über die Gesetzesänderung angegangen werden. © losonsky - stock.adobe.com
Auch das Thema Rehwildabschuss soll über die Gesetzesänderung angegangen werden.

Die geplanten Änderungen des Bundesjagdgesetzes, des Bundesnaturschutzgesetzes sowie des Waffengesetzes wurden heute vom Bundeskabinett beschlossen. Damit könnten nun weitreichende Änderungen in der Jagd Realität werden. Neben einer einheitlichen Jäger- und Falknerprüfung, einem verpflichteten Schießnachweis bei Gesellschaftsjagden sowie jagdrechtlichen Regelungen zum Einsatz von Nachtsichtgeräten, stimmten die Kabinettsmitglieder für weitere umstrittene Gesetzesänderungen.

Mit der Änderung des Bundesjagdgesetzes will man dafür sorgen, dass der Waldumbau durch eine "nachhaltige Anpassung" der Rehwildbestände erreicht wird. Auch die Bleiminimierung beim Einsatz von Büchsenmunition will man mit den Änderungen des Jagdgesetzes forcieren. Alle Änderungen können Sie hier nachlesen.

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner sagte in einer Pressekonferenz, dass eine Novelle des Bundesjagdgesetzes notwendig geworden sei, da die letzte große Änderungen aus dem Jahr 1976 stammen würden. Man wollte das Jagdrecht in die aktuelle Zeit und die Zukunft führen. Die Zustimmung des Kabinetts sei ein "wichtiger Schritt und ein großer Erfolg".

Wald und Wild sollen gleichberechtigt werden

Ein entscheidender Punkt bei der Bundesjagdgesetz-Novellierung sei das Thema Waldumbau. Wald und Wild sollen in "Gleichberechtigung" überführt werden, so Klöckner. Man gebe viel Geld für den Waldumbau aus, daher sei es wichtig, dass die Wiederaufforstungen von Erfolg gekrönt seien. "Am Ende sind Jäger und Waldbesitzer in einem Boot", so die Ministerin. Der Vorwurf, dass Schalenwild komplett abgeschossen werden soll, sei aber "irre", so die Bundeslandwirtschaftsministerin. 

Im nächsten Schritt muss der Bundestag dem Gesetzespaket zu stimmen. Hier hätten die Abgeordneten nochmal die Möglichkeit, die geplanten Änderungen zu verhindern. Wann die Gesetze in den Bundestag kommen, ist noch unklar.


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