Home News Bund startet Programm zur Wiedervernetzung

Bund startet Programm zur Wiedervernetzung

Wolfgang Bethe, Olaf Tschimpke, Peter Meyer, Norbert Roettgen und Peter Reichelt auf der Tagung "Tieren eine Brücke bauen".


Noch in diesem Jahr werde die Bundesregierung das "Bundesprogramm Wiedervernetzung" verabschieden, kündigte Bundesumweltminister Norbert Röttgen auf einer gemeinsam vom Bundesumweltministerium und dem ADAC durchgeführten Veranstaltung "Den Tieren eine Brücke bauen" in Berlin an.
Damit werden erstmals wichtige Grundlagen geschaffen, um Lebensräume von Leitarten des Naturschutzes wie dem Rothirsch wieder systematisch zu verbinden. "Biologische Vielfalt ist unsere ökologische und ökonomische Lebensgrundlage", betonte Röttgen. Querungshilfen sollen hierfür Konfliktpunkte von tierischen Wanderrouten und Straßen entschärfen. In der Prioritätenliste finden sich 122 Projekte erster Ordnung und rund 30.000 sekundäre Stellen, an denen die Durchlässigkeit des Straßennetzes für Tiere künftig verbessert werden muss.
Vor rund 200 Teilnehmern und über einem Dutzend Journalisten unterstrich DJV-Vizepräsident Dr. Wolfgang Bethe in seiner Begrüßungsrede die Notwendigkeit des Bundesprogramms und machte auf die zahlreichen diesbezüglichen Projekte der Jägerschaft innerhalb der vergangenen acht Jahre aufmerksam, die dessen Grundlage bilden. Dr. Bethe wies auch auf die Notwendigkeit einer integrierten Raumplanung hin: "Was helfen Grünbrücken, wenn sie nach einigen Jahren in Industriegebiete oder Mais-Monokulturen führen?"
Bundesumweltminister Röttgen und die Präsidentin des Bundesamtes für Natuschutz (BfN), Professor Beate Jessel, lobten in ihren Beiträgen ausdrücklich die gute Zusammenarbeit mit den Jägern. Als wegweisende Projekte der Jäger mit dem BfN wurden beispielsweise eine Deutschlandkarte mit Wanderkorridoren von land- und wassergebundenen Tieren sowie Planungshilfen für eine wildtierfreundliche Raumplanung genannt. DJV