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Bürgerinitiative gegen Wildschweine

Siegrid Palm von der Bürgerinitiative verlässt nur noch mit Feuerwerkskörpern das Haus. Foto: Märkische Oderzeitung


Die Rotte muss raus, fordern Bürger der Gemeinde Glienicke/Nordbahn im Osthavelkreis (Brandenburg). Mehr als 240 Unterschriften übergab kürzlich die "Bürgerinitiative Wildschwein" dem örtlichen Bürgermeister, wie Ivonne Pels, Pressesprecherin der Gemeinde, gegenüber der Redaktion mitteilte.
Die Unterzeichner fühlen sich von zahlreichen Schwarzkitteln in der Wohnsiedlung Sonnengarten bedroht: "Viele Nachbarn haben Panik bei einer Begegnung", beschreibt Siegrid Palm vom Aktionsbündnis die Situation gegenüber der MOZ. Sie geht nur noch mit Feuerwerkskörpern bewaffnet vor die Tür, da einfaches Händeklatschen nicht mehr helfen würde. Klagen gibt es auch von Familien mit Kindern, die vor den Wildtieren flüchten mussten oder sich nicht aus dem Haus trauten. Denn die Wildschweine kommen zum Teil bis in die Vorgärten. "Die Rotte muss raus aus dem Sonnengarten", forderte ein im Ort als Tierfreund bekannter Mann zum Schuss auf die Sauen auf.
Pressesprecherin Pels erklärte, dass sich die Verwaltung schon seit Langem mit der "Schweinerei" beschäftige. So werden in der Wohnsiedlung Vergrämungsmittel ausgestreut. Ebenso arbeite man mit einem Stadtjäger zusammen, der innerhalb befriedeter Gebiete jagen darf.
BHA/BS