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Brut- und Setzzeit: Leinenpflicht für Hunde

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Leonie Engels
am
Mittwoch, 11.05.2022 - 09:04
Terrier geht an der Leine © alexei_tm – stock.adobe.com
Vom 1. April bis zum 15. Juli gilt in vielen Bundesländern für Hunde in der Natur Leinenpflicht.

In Deutschland existiert keine einheitliche Leinenpflicht-Regelung für Hunde. Die Anleinpflicht während der Brut- und Setzzeit beginnt in den meisten Bundesländern ab dem 1. April und endet am 15. Juli. In einigen Ländern liegt der Anfangstermin der Brut- und Setzzeit bereits im März. Die Vorschriften für einen Leinenzwang können sich je nach Bundesland unterscheiden. In manchen Ländern gibt es sogar verschiedene Regelungen auf kommunaler Ebene. In Naturschutzgebieten gilt zum Beispiel eine ganzjährige Anleinpflicht. Die Regelungen sind meistens in den jeweiligen Hunde- sowie Wald- und Landschaftsordnungsgesetzen der Länder festgelegt.

Leinenpflicht an öffentlichen Orten und im Nahverkehr

Es ist zu beachten, dass die Leinenpflicht nicht nur in der Natur besteht. Je nach Bundesland gibt es gesonderte Regeln für bestimmte Plätze und Orte. So müssen Hunden in Bussen und Bahnen an der Leine geführt werden. An öffentlichen Plätzen gibt es häufig Hinweisschilder, die auf die Leinenpflicht hinweisen. Um auf Nummer sicher zu gehen, sollte der Hundehalter seinen Hund stets an die Leine nehmen.

Strafen bei der Nichteinhaltung

Wenn ein Hundehalter gegen die Vorschriften verstößt, muss mit einer Geldstrafe gerechnet werden. In der Regel bleibt diese im dreistelligen Bereich. Die maximale Summe beläuft sich jedoch auf 50.000 Euro. Da es aber keine bundeseinheitliche Regelung zur Leinenpflicht in Deutschland gibt, wird je nach Land und Kommune die Ordnungswidrigkeit unterschiedlich geahndet. Eine Kontrolle nehmen die Ordnungs- und Veterinärämter vor.

Alle Angaben ohne Gewähr.

Manche Länder unterscheiden die Ahndung der Bußgelder innerhalb von verschiedenen Orten. Es lässt sich also nicht pauschal sagen, wo ein Hundehalter mit welchem Bußgeld zu rechnen hat. Die Tabelle ist lediglich ein Richtwert.

Jagdhunde sind nicht von der Leinenpflicht befreit

Auch die treuen Begleiter der Jäger müssen während der Brut- und Setzzeit an der Leine geführt werden. Die einzige Ausnahme: Sobald sich ein Jagdhund im „Einsatz“ befindet, ist er vom Leinenzwang befreit. Gleiches gilt für Rettungs-, Hüte-, Blinden- und Polizeihunde. Aber auch hier unterscheiden sich die einzelnen Länder. Ein Blick in die Ordnungsgesetze lohnt sich also.


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