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Brucellose beim Reh

Der Beweis: Eine durch das Kitz nachgewiesene Brucella-Kultur. Foto: CVUA Suttgart © CVUA Suttgart

Bisher ist kein weiterer Fall in Deutschland bekannt. Ein Jäger lieferte das Kitz Anfang Februar zur Untersuchung bei dem CVUA ab. Er hatte das stark abgekommene Tier in seinem Revier im Hohenlohekreis (Baden-Württemberg) gefunden und erlöst. In der Pathologie diagnostizierte man eine hochgradige Brustfellentzündung sowie eine Verdichtung des Lungengewebes.
Haustierbestände gelten in Deutschland seit Jahren als brucellosefrei. Wildtierbestände weisen jedoch vor allem im Nordosten Deutschlands ab und an noch Brucellose-Infektionen bei Wildschweinen und Feldhasen auf, so Dr. Ingo Schwabe vom CVUA. Grund zur Verunsicherung bei Endverbrauchern gäbe es jedoch nicht. Denn bei der Brucellose handelt es sich um eine anzeigenpflichtige Seuche, deren Verdacht Jägerinnen und Jäger verpflichte, betroffene Tierkörper der amtlichen Untersuchung zuzuführen. Eine Gesundheitsgefahr bestehe somit vor allem für Jägerinnen und Jäger die Wild schon zum Eigenschutz nur mit Einweghandschuhen versorgen sollten. Zwar könne die beim Menschen auch als "Maltafieber" bekannte Zoonose gut antibiotisch behandelt werden, was aber – angesichts der Seltenheit dieser Infektion – zunächst eine entprechende ärztliche Diagnose voraussetze.
BS