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Brisante DVO zum Jagdgesetz Brandenburg

Kahlwild mit Kälbern auf einer Freifläche © Erich Marek

Die neue DVO, die die Oberste Jagdbehörde in Brandenburg vorgelegt hat, fand widerwillig die Zustimmung des Landesjagdverbandes. Sie befindet sich derzeit in der Endabstimmung mit den Jagdbehörden der Landkreise. Brisante Punkte sind:

1. Nachtzielgeräte werden für die Saujagd ausdrücklich erlaubt. Es bleiben Zweifel, ob das tatsächlich in rechtlicher Hinsicht haltbar ist.

2. Bei Rot-, Dam- und Muffelwild kann der Abschussplan für Kälber, Lämmer und einjährige Stücke in unbegrenzter Zahl überschossen werden. Das gilt auch für alles weibliche Wild bei erhöhtem Wildschaden im Wald. Damit wird ein Abschussplan für diese Wildarten de facto Makulatur. Für Rehwild wurde der Abschussplan schon früher abgeschafft.

3. Erhöhter Wildschaden wird im Landeswald anhand strikter Verjüngungskriterien festgestellt.

4. Die Jagdzeit auf einjährige Stücke wiederkäuenden Schalenwildes und auf Rehböcke beginnt am 16. April und endet am 15. Januar. Hirsche, Kälber und Alttiere sowie Kitze und Ricken sind vom 1. August bis 15. Januar frei. Mit diesem Jagdregime werden unter Umständen im Frühjahr und im Winter genau die Wildschäden provoziert, die man eigentlich verhindern will.HDP

+++ Update: DVO tritt ab 5. Juli 2019 in Kraft +++

Im Gesetz- und Verordnungsblatt wurde heute die DVO zum Landesjagdgesetz Brandenburg veröffentlicht. Diese tritt einen Tag später in Kraft.


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