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Bremen: Hunde müssen an die Leine

Foto: LJB © LJB

Seit dem 15. März ist in Bremen laut Gesetzt wieder Brut- und Setzzeit. Von diesem Zeitpunkt an dürfen Hunde bis zum 15. Juli im Land Bremen nur angeleint geführt werden. Wer während dieser Phase seinen Hund unangeleint auf Äckern, Wiesen, Weiden, Heiden, Moor- und Ödflächen, in Baumbeständen oder auf Deichen laufen lässt, handelt ordnungswidrig und läuft Gefahr sich eine Geldbuße bis zu 5000 Euro einzuhandeln. Darauf hat die Landesjägerschaft Bremen (LJB) in einer Pressemitteilung hingewiesen.
„In der Brut- und Setzzeit bringen Wildtiere ihren Nachwuchs zur Welt. Sinn der gesetzlichen Regelung ist, dass Säugetiere ihre Jungen gebären und Wiesenvögel ihre gelegten Eier warm halten können, bis die Küken schlüpfen und ohne dass sie dabei von freilaufenden Hunden gestört werden“, sagt Stadtjägermeister Harro Tempelmann.
Viele Tierfreunde würden deshalb die vorübergehende Einschränkung der Bewegungsfreiheit von Hunden akzeptieren . Trotzdem gebe es immer wieder uneinsichtige Hundehalter und Hundehalterinnen, die sich nicht an das Gesetz hielten. Deshalb werden in Bremen in jedem Jahr zahlreiche Junghasen und Jungvögel von Hunden getötet und Rehe gerissen, zu Tode gehetzt oder bleiben – wenn sie schwer an ihrem ungeborenen Nachwuchs tragen – schwer verletzt in Zäunen hängen. So wie das hier abgebildete, in Oberneuland von einem Mischling und einem Deutsch-Drahthaar gerissenes Reh.
Stadtjägermeister Harro Tempelmann appelliert deshalb an die Verantwortung der Hundehalter gegenüber den Mitgeschöpfen: „Durch die dichte Besiedelung in Bremen sind die Lebensräume frei lebender Tiere stark eingeschränkt. Jeder stöbernde Hund macht den Lebensraum für diese Tiere noch kleiner.“ LJB