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Braune Hundezecke: Neue Zeckenart breitet sich in Deutschland aus

Hund-Zecke-entfernen © stgrafix - stock.adobe.com
Hunde sollten regelmäßig auf Zecken kontrolliert werden.

Sommerzeit ist Zeckenzeit. Nicht nur an uns Menschen beißen sich Zecken fest, auch unsere Hunde sind immer wieder betroffen. Neben unseren heimischen Zecken, gibt es inzwischen auch immer wieder Funde der Braunen Hundezecke (Rhipicephalus sanguineus). Die ursprünglich aus Afrika stammende Zeckenart, hat sich mittlerweile auch im Mittelmeerraum sowie in der Schweiz ausgebreitet und wird immer wieder als unerwünschtes „Souvenir“ von Urlaubsreisen mit nach Deutschland gebracht. Doch es wurden auch schon einige Exemplare an Hunden in Deutschland gefunden, welche ihren Heimatort nie verlassen haben, so Professorin Dr. Ute Mackenstedt, Zeckenexpertin an der Universität Hohenheim.

Rhipicephalus-sanguineus © Alpha.prim~commonswiki/ wikipedia.de

DIe Braune Hundezecke stammt ursprünglich aus Afrika.

Braune Hundezecke kann schnell zur Plage werden

Die Braune Hundezecke verursacht meist nur geringe Hautirritationen, kommt dafür jedoch nur selten alleine vor. Die Plagegeister sitzen häufig zu mehreren bis sehr vielen Exemplaren dicht nebeneiander, so die Universität Hohenheim in einer Pressemitteilung. Die Zeckenart kann in Innenräumen, zum Beispiel dem Hundebett, sehr lange überleben und sich auch dort vermehren. Auch hinter Fußleisten, unter Dielen oder Tapeten kann die Zecke leben. Denn anders als z.B. der Gemeine Holzbock, ist die Braune Hundezecke an hohe Temperaturen und Trockenheit angepasst und findet somit in Wohnungen einen geeigneten Lebensraum. „Ist dann noch ein Hund vor Ort, kann sie schnell zur Plage werden“, so Katrin Fachet, Doktorandin im Fachgebiet Parasitologie. Denn auch wenn die Zecke Hunde bevorzugt, kann sie bei einem fehlenden Wirt den Menschen stechen und so zum Beispiel die Erreger für das Mittelmeerfleckfieber weitergeben.

Uni Hohenheim bittet um Zusendung von Fotos

Da noch viele Fragen zur Braunen Hundezecke offen sind, erforscht die Universität Hohenheim die neue Art und bittet um Mithilfe. Wer eine ungewöhnlich große Anzahl an Brauen Zecken in einem Gebäude bemerkt oder wessen Hund sehr stark von Zecken befallen sein sollte, die der Braunen Hundezecke ähnlich sehen, soll sie in ein kleines, luftdichtes Gefäß, wie zum Beispiel einen Kunststoff-Cremetiegel, ein sehr kleines Einmachglas oder Ähnliches geben. Anschließend wird darum gebeten, eine Mail mit einer Großaufnahme der Zecke an hundezecken@uni-hohenheim.de zu senden. Die Mitarbeiter würden sich dann mit einer weiteren Einschätzung an den Finder wenden.


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