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Braunbär hat Sender verloren

Kurz nach der Aktion: Noch ein wenig benommen wirkte Meister Petz. Foto: Kärtner Jägerschaft © Kärtner Jägerschaft

Unter hohem Aufwand wurde dem Tier vor gut einem Monat ein GPS-Sender angelegt. Immer wieder "tauchte" der Bär in Funklöchern ab. Die ersten übermittelten Daten zeigten, dass Meister Petz die Karnsichen Alpen in Richtung Julische Alpen überquert hatte, berichtet der "Österreichische Rundfunk" (ORF).
Kurze Zeit später löste das Halsband Alarm aus, da der Bär sich über einen längeren Zeitraum nicht mehr bewegt hatte. Die Biologen befürchteten aufgrund von Straßenüberquerungen das Schlimmste. Bei der Suche fanden die Verantwortlichen des Projekts dann den Sender in einem Wildzaun. Laut ORF wollte sich der Bär ein Stück Fallwild aus einem Wildgehege ergattern. Bei dem Versuch sei er dann hängen geblieben und habe sich das Halsband abgestreift.
Für die Wissenschaft sei der Verlust bedauerlich. Man wollte mehr über das Wanderungsverhalten herausfinden. Jetzt müsse man wieder von vorne beginnen. Noch in diesem Jahr nach der Tourismussaison wird man erneut versuchen, einen Braunbär zu fangen und mit einem Sender-Halsband auszustatten.
BS

Rückblick

Das etwa 20 Jahre alte und 250 Kilogramm schwere Tier wurde Mitte Mai betäubt und besendert. Die Aktion erfolgte im Rahmen eines EU-Projektes zur Erforschung der Großraubtiere. Das Experten-Team von der Universität Padua ging davon aus, dass man durch die Besenderung neue Maßstäbe für die Bärenforschung hätte setzen können. Sie erhofften sich wichtige Erkenntnisse zur Erhaltung der Bären sowie derer Koexistenz mit dem Menschen.
BS

Einem Filmbeitrag des ORF zur Besenderung finden Sie hier.