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Braunbär in freier Wildbahn gesichtet

Christian Liehner © Christian Liehner
Christian Liehner
am
Mittwoch, 04.05.2022 - 11:57
Wildkamera-Garmisch-Baer © BaySF
Der kürzlich von einer Wildkamera eingefangene Bär. Eine nähere Bestimmung war bislang nicht möglich.
Braunbaer-auf-Wiese © WildMedia - stock.adobe.com

Braunbärsichtungen sind in Bayern selten, kommen jedoch an der Grenze zu Österreich immer wieder vor.

Im Landkreis Garmisch-Partenkirchen hat eine Wildkamera zwei Jahre nach den letzten Sichtungen einen Braunbären eingefangen. Für eine genauere Bestimmung sind die ersten Aufnahmen zu unscharf, jedoch vermutet das Bayerische Landesamt für Umwelt (Augsburg) ein junges männliches Tier. Diese unternehmen teils weite Wanderungen. Die nächstgelegene Population befindet sich im etwa 120 Kilometern entfernten Trentino, von wo auch die zuvor bestätigten Tiere stammten. Eine Gefahr gehe von dem typisch heimlichen Tier aktuell nicht aus. Zur Vorsicht werden Wanderer dennoch gebeten, keine Essensreste und Müll zurückzulassen und ihre Hunde anzuleinen.

Erst der zweite Bär in Bayern seit "Problembär Bruno"

2006 war das erste Mal nach über 170 Jahren ein Braunbär in freier Wildbahn in Deutschland bestätigt worden. Der als „Bruno“ bekannt gewordene Bär verhielt sich vergleisweise wenig scheu und wurde auch in Siedlungsnähe gesichtet. Zudem war er für eine ganze Reihe von Nutztierrissen verantwortlich. Nachdem der zum „Problembär“ erkärte Bruno 2006 geschossen werden musste, hatte es 13 Jahre keine weiteren Bärensichtungen in Bayern mehr gegeben. Erst 2019 konnte wieder ein Tier über Kotproben und ein Wildkamerafoto bestätigt werden.


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