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Braunbär attackiert Schwammerlsucher

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Donnerstag, 28.08.2014 - 02:00
Keine Unbekannte: Von der Bärenmutter samt Jungen exisitiert sogar ein Video. Foto: Screenshot YouTube © Screenshot

Die Bärin „Daniza“ lebt seit 14 Jahren im Trentino. Im Jahr 2000 war der damals schon fünfjährige aus Slowenien stammende Petz in Südtirol freigelassen worden. „Bislang sind von ihr frühere Scheinangriffe auf Menschen bekannt, jedoch stets nur als sie Junge dabei hatte. Als hyperaggressives Tier ist sie uns nicht bekannt“, sagte der Bärenanwalt der Region, Alberto Stoffella gegenüber jagderleben. Stoffellas Wissen zufolge hatte sich der attackierte Erholungssuchende Mitte August bei regnerischem Wetter in einer entlegenen Waldregion der schlafenden Bärin und ihren Jungen genähert. „Daraufhin ist sie wahrscheinlich erschrocken und hat ihre Jungen verteidigt“.
Der Pilzesammler erlitt dabei Verletzungen an Armen und Beinen ehe "Daniza" von ihm abließ. Schnell wurde die Bärin zum Politikum. Wie mehrere Onlinemedien melden, sprachen sich das italienische Umweltministerium und die Trentiner Behörden dafür aus die Bären einzufangen und in einen „Problembären-Park“ zu bringen oder notfalls zu erlegen. Gegen den Fang protestieren eine Gemeinschaft aus oppositionellen Politikern und Umweltaktivisten. Die italienischen Grünen beantragten mittlerweile eine Aussetzung der Jagd auf „Daniza“. Deren Argument gegenüber „nachrichten.at“: Die Kuh, die in Tirol einen Wanderer schwer verletzt hat, wurde auch nicht getötet. Außerdem seien „Wälder keine Tiergärten“.

Sollte die rabiate Mutter gefangen oder getötet werden, könnten ihre verwaisten Jungen in diesem Altersstadium durchaus schon überleben, sagt Stoffella, doch ideal sei es nicht. „Ihnen fehlt die Führung“. Ob man sich dadurch weitere „Problembären“ schaffe, will Stoffella nicht ausschließen, sagen könne man es aber nicht.
MW
Link: Video von "Daniza"