Home News Brandenburg: Weniger Jagdhunde getötet

Brandenburg: Weniger Jagdhunde getötet


Der Landesjagdverband Brandenburg hat in einer Pressemitteilung erkärt, dass im letzten Jahr nur 16 Jagdhunde bei der Ausübung ihrer Pflicht getötet wurden. Das sind nur etwa knapp zwei Drittel der Fälle im Vorjahr. Insgesamt sei die Zahl der Meldungen leicht rückläufig erklärt Dr. Tino Ernstling vom LJV gegenüber der Redaktion. Dabei sind Wildschweine nicht die einzige Gefahr. Auch Straßen und Eisflächen fordern regelmäßig Opfer. Der Verband geht davon aus, dass die bessere Ausbildung im Vergleich zu früher den Hunden das Leben retten könnte. Die Jäger würden immer mehr Energie in das Abführen ihres Vierbeiners investieren. Besonders wird die Ausbildung in Schwarzwildgattern hervorgehoben, wo die Junghunde den Umgang mit wehrhaftem Wild lernen könnten, so Ernstling. Ausserdem schützen Fortschritte in der Technologie die Tiere. Dabei sind vor allem Schutzwesten und GPS- Ortung zu nennen.

Fond sorgt für Schadensersatz

Falls trotz allen Vorsichtsmaßnahmen ein geprüfter Jagdhund getötet wird, greift für Mitglieder des LJV der Jagdgebrauchshundeausgleichsfond. Dieser gewährt dem Besitzer abhängig von Alter und Ausbildung des Tieres einen Schadensersatz. Das Geld ist laut Ernstling allerdings nur für den Erwerb eines Welpens gedacht, einen komplett ausgebildeten Hund könne man damit nicht bezahlen. Den emotionalen Wert eines Hundes, der oft ja auch Familienmitglied ist, könne man ohnehin nicht ersetzen. PM/SBA


Sascha Bahlinger ist seit 2017 bei den dlv- Jagdmedien als Volontär tätig. Den Jagdschein hat er während des Studiums der Forstwissenschaft 2014 erworben.
Thumbnail