Home News Brandenburg: LJV ruft Jäger zum Boykott gegen Staatsforst auf

Brandenburg: LJV ruft Jäger zum Boykott gegen Staatsforst auf

Ein Kalb und ein Hirsch stehen auf einer Wiese. Die Durchführungsverordnung des neuen Jagdgesetzes in Brandenburg fordern eine schärfere Bejahung. © Erich Marek

Das Schalenwild in Brandenburg soll bald nach einer neuen Durchführungsverordnung bejagt werden.


Der Entwurf der neuen Durchführungsverordnung (DVO) zum Jagdgesetz in Brandenburg lässt die Wogen hochkochen. Der Landesjagdverband ruft seine Mitglieder in einer Pressemitteilung auf, „zum Wohle der Waidgerechtigkeit“ nicht an jenen Jagden der Landeswaldoberförstereien teilzunehmen, welche die neuen Regelungen intensiv umsetzen. Ohne das Mitwirken an den Jagden werde es schwierig, die im Raum stehenden Abschusszahlen in der Praxis umzusetzen. Die DVO sieht vor, die Abschusspläne für Rot-, Dam- und Muffelwild in Zukunft unbegrenzt überschießen zu dürfen.

Brandenburgs Jäger hatten kein Mitspracherecht

Durch hohen zeitlichen Druck verursacht, wurden die Brandenburger Jäger bei der Beratung zu der neuen Durchführungsverordnung, in der unter anderem auch Jagdzeiten geregelt werden, völlig außen vorgelassen. Dies wirft der LJV der Jagdbehörde mit deutlichen Worten in einer heute veröffentlichten Pressemitteilung vor.

Der LJV Brandenburg betont in seiner Pressemitteilung aber, den Entwurf „auf Grund der politischen Gesamtlage“ trotz der Vorbehalte mitzutragen. Dies wurde vom erweiterten Präsidium in einer Sondersitzung einstimmig beschlossen.


Hannah Reutter geboren in Stuttgart, in der Landwirtschaft aufgewachsen, Jägerin und Führerin von DD & Dackel, seit 2018 bei den dlv Jagdmedien als Volontärin tätig.
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