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Brandanschlag auf Schliefenanlage: Werk von Jagdgegnern?

Ausgebrannte-Schliefenanlage © privat
Die Schliefenanlage bei Klein Schneen brannte vollständig aus. Füchse befanden sich zum Tatzeitpunkt nicht in der Holzkonstruktion.

Am 28. Oktober brannte in einem Waldstück bei Klein Schneen (Landkreis Göttingen/ Niedersachsen) eine Schliefenanlage vollständig ab. Das bestätigte ein Mitglied des „Deutscher Jagdterrier-Club e.V.“ (DJT) gegenüber der Redaktion. Füchse befanden sich zu dem Zeitpunkt nicht in der Anlage. Der Jäger wurde gegen 21.00 Uhr über das Feuer informiert und fand im Wald die lichterloh brennende Holzkonstruktion vor. Der Brand wurde mit 38 Feuerwehrmännern und etwa zehn Einsatzfahrzeugen gelöscht. Die Polizei Friedland machte keine weiteren Angaben zu dem laufenden Ermittlungsverfahren. Laut Aussage der Anlagenbetreiber ist der Tatort noch immer von den Beamten beschlagnahmt.

Mehrere Übergriffe in der Vergangenheit

Bereits vor sechs Jahren habe es dem Hundeführer zufolge einen Brandanschlag auf die Schliefenanlage bei Klein Schneen gegeben. Damals bekannte sich die „Animal Liberation Front“ (ALF) zu der Tat. Ein Bekennerschreiben liegt in diesem Fall jedoch nicht vor.

Füchse haben nur geringe Überlebenschancen

In den letzten Jahren wurden insgesamt fünfmal die in der Anlage lebenden Füchse von Unbekannten herausgelassen. Das letzte Mal im April dieses Jahres. „Da die Füchse in Gefangenschaft aufgezogen wurden, ist ihr Jagdverhalten entsprechend ungeübt und sie haben daher leider nur geringe Überlebenschancen in der freien Natur“, so der Baujäger. Die Raubtiere verfügten zwar über gewisse grundlegende Jagdinstinkte, aber das Mäuseln z.B. werde den Jungfüchsen durch die Fähe beigebracht.

Kurze Zeit nach dem Entlassen der zwei Räuber aus der Schliefenanlage im Frühjahr, wurden verluderte Fuchskadaver in der Nähe der Anlage aufgefunden.

Die Höhe der Sachschäden steht noch nicht fest.


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