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Botswana: Diskussion um Jagdverbot auf Elefanten

Die kontrollierte Jagd auf den Elefanten kann seinen Bestand schützen.


Botswana ist das Land mit der weltweit größten Elefantenpopulation. Mehr als 130.000 Individuen, ein Drittel des gesamten afrikanischen Bestandes, lebt dort. Auf 18 Einwohner kommt damit etwa ein Elefant. Seit 2014 ist die Jagd auf die Tiere in dem südafrikanischen Land verboten. Deren Zahl steigt seither schnell an und es kommt immer wieder zu Konflikten zwischen Menschen und den Rüsseltieren. Laut Medienberichten kamen seit Februar 2018 etwa 18 Menschen durch die Dickhäuter ums Leben. Ob Zäune helfen könnten, ist fraglich.

Finanzielle Einbußen durch Jagdverbot

Das Jagdverbot bedeutet auch finanziell massive Einbußen für das Land. Laut einer gemeinsamen Pressemitteilung des CIC und des DJV gingen 200 Arbeitsplätze und Einnahmen von über 16 Millionen Euro dadurch verloren. Fototourismus konnte die Verluste nicht auffangen.

Die Regierung Botswanas denkt deshalb bereits seit vergangenem Jahr darüber nach, das Jagdverbot wieder aufzuheben. Eine Arbeitsgruppe der Regierung unterstützt dieses Vorhaben. Die Einnahmen aus der Jagd kämen nicht nur dem Artenschutz, sondern auch den Dorfbewohnern zu Gute. Auch die Wilderei nahm durch das Jagdverbot zu. 2018 wurden innerhalb kurzer Zeit fast 90 Elefantenkadaver gefunden


Hannah Reutter geboren in Stuttgart, in der Landwirtschaft aufgewachsen, Jägerin und Führerin von DD & Dackel, seit 2018 bei den dlv Jagdmedien als Volontärin tätig.
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