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Bonn: tote Wassertiere – liegt es an fütternden Besuchern?

Mehrere tote Wasservögel wurden auf dem Bonner Rheinauensee gefunden. © Tiernotruf.de

In der Bonner Rheinaue (Nordrhein-Westfalen) müssen derzeit die Mitarbeiter der Stadt täglich tote Wildtiere aus dem Auesee bergen. Bis zum Nachmittag des 14. Juni fischten die Stadtgärtner bereits rund 280 verendete Fische und 20 tote Enten und andere Wasservögel aus dem Wasser. „Vergiftungserscheinungen, wie die Tiere sie zeigen, lassen auf Botulismus schließen und darauf, dass das der Rheinauensee „umgekippt“ ist“, so die Stadt in einer Pressemitteilung. Das Friedrich Löffler Institut soll die genaue Ursache klären. Einen Grund für die Vergiftung des Wassers sieht die Stadtverwaltung bei der Fütterung der Tiere durch Besucher. Deshalb gebe es zu viele Wasservögel auf dem See. Diese verschmutzen mit ihrem Kot das Gewässer, was wiederum zu einer Verringerung der Wasserqualität führt.

Kein offizielles Fütterungsverbot

Laut einer Pressesprecherin der Stadt gibt es kein generelles Fütterungsverbot in der Stadt. Einzig Tauben dürfen dort nicht gefüttert werden. Man wolle nun allerdings Hinweisschilder aufstellen, die auf die Folgen der Fütterung hinweisen. Außerdem berät man derzeit darüber, wie man den See besser durchlüften kann. Maßnahmen sollen ab Herbst 2018 durchgeführt werden. Laut einem Sprecher des Tiernotrufs gab es bereits im September 2017 einen ähnlichen Fall. Die Tatsache, dass die toten Tiere vor allem nur in einem Bereich gefunden wurden, deute auf Botulismus hin. Ob die Fütterung der Tiere Ursache dafür sei, könne er nicht sagen, es sei aber eine Unart, Wasservögel mit altem Brot zu füttern. PM


Sascha Bahlinger ist seit 2017 bei den dlv- Jagdmedien tätig. Den Jagdschein hat er während des Studiums der Forstwissenschaft 2014 erworben.
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