Home News Bogenjagd: Streit um Zuständigkeit zwischen Bund und Brandenburg?

Bogenjagd: Streit um Zuständigkeit zwischen Bund und Brandenburg?

Die Bogenjagd in Brandenburg steht weiter zur Diskussion. Nun hat auch der Bund seine Meinung geäußert.


Nach wie vor ist ungeklärt, wie es mit dem Antrag zur Bogenjagd auf Schwarzwild in der Gemeinde Stahnsdorf (Brandenburg) weiter gehen soll. Das Landwirtschaftsministerium in Brandenburg lässt sich ausreichend Zeit für eine genaue Prüfung, denn der Präzedenzfall sorgt für großes Interesse.

Das Bundeslandwirtschaftsministerium verkündete nun auf eine Presseanfrage hin, dass die oberste Bundesbehörde „keinen Bedarf“ für eine Änderung des Bundesjagdgesetz §19 sehe, um die Bogenjagd in Deutschland zu genehmigen.

Brandenburg lässt sich von Bund nicht beeindrucken

Auf Nachfrage unserer Redaktion bei der für den Bogenjagd-Antrag zuständigen obersten Jagdbehörde in Brandenburg heißt es, dass das Bundeslandwirtschaftsministerium zwar "eine Meinung haben könne", aber in diese Sache nicht involviert sei. Die weitere Prüfung einer möglichen Ausnahmeregelung liege nach wie vor beim Land Brandenburg. Ausnahmeregelungen vom Bundesjagdgesetz §19 können auch von den Ländern vorgenommen werden, ohne den Bund einzubeziehen.


Hannah Reutter geboren in Stuttgart, in der Landwirtschaft aufgewachsen, Jägerin und Führerin von DD & Dackel, seit 2018 bei den dlv Jagdmedien als Volontärin tätig.
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