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Mit Böllern gegen Schwarzwild

Wildschwein auf Wiese mit brennendem Feuerwerkskörper © Adobe Systems GmbH/ Marek

Seit vier Jahren beklagt die Stadt Bad Elster (Sachsen) Probleme mit Schwarzwild. In den letzten Monaten nahmen die Schäden an den städtischen Grünflächen massiv zu. Ein Aufkommen von Anpflanzungen sei derzeit kaum möglich. Gemeinsam wollen die Stadtverwaltung und die Sächsische Staatsbad GmbH nun mit Böllern dagegen vorgehen. Nach Angaben einer Mitarbeiterin der Sächsischen Staatsbad GmbH gegenüber der Redaktion, habe man zuvor schon verschiedenste Vergrämungsmaßnahmen unternommen – ohne den gewünschten Erfolg.

Gärtner gehen auf Patrouille

Die Böller stammen von einem Experten für Pyrotechnik. Diese könne man sich vorstellen wie Silvesterknaller, dürfen aber eine bestimmte Lautstärke nicht überschreiten, so die Mitarbeiterin weiter. Für die Anwendung der Böller seien alle zuständigen Behörden informiert und erforderliche Genehmigungen eingeholt worden. In den kommenden Tagen patrouillieren Gärtner der Sächsischen Staatsbad GmbH während der Morgen- und Abenddämmerung in den Parkanlagen. Sobald diese Schwarzwild entdecken, zünden sie einen Böller.

Bejagung in der Stadt nicht möglich

Die Kuranlage ist ein befriedeter Bezirk. Dadurch ist eine Bejagung des Schwarzwildes nicht möglich. Die angrenzenden Privat- und Staatsreviere versuchen durch eine vermehrte Jagd auf die Schwarzkittel der steigenden Population entgegenzuwirken, berichtet die Mitarbeiterin der Sächsischen Staatsbad GmbH.


Eva Grun hat mit 16 Jahren ihren Jugendjagdschein gemacht, jagt im Frankenwald und ist seit 2019 Volontärin bei den dlv-Jagdmedien.
Eva Grun mit Drahthaar.