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Bock-Schubser bestraft

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Mittwoch, 15.04.2015 - 02:10
Ins Haus geworfen: Dies sind die Spuren, die der Spießer hinterließ... Foto: Brenner © Brenner
Ins Haus geworfen: Dies sind die Spuren, die der Spießer hinterließ... Foto: Brenner

Was war los? Als ein Waldbauer aus dem Kreis Pfaffenhofen im Oktober 2014 im Zaun seiner Forstkultur einen Rehbock antraf, gingen ihm wohl die Nerven durch. Um dem Jäger das Beweisstück für den – seiner Meinung nach – zu hohen Wildverbiss zu zeigen, packte er das Tier und chauffierte es kurzerhand mit dem Fahrrad zum Haus des zuständigen Jägers. Als Letzterer die Tür öffnete, warf er ihm den Bock in den Hausflur: „Wenn du zu faul bist zum schießen, dann bringe ich sie dir“, zitierte Johann Brenner, Sohn des Betroffenen, die Worte des Waldbauern. Das verängstigte Stück schlug darauf wild um sich. Der Waidmann wurde dabei am Bein verletzt. „Nach Rücksprache mit dem BJV und den Jagdgenossen kamen wir zum Schluss, den Vorfall anzuzeigen“, sagte Brenner. Pikanter Weise handelte es sich bei dem Waldbesitzer um den stellvertretenden Jagdvorstand.
Zunächst erließ die Jusitz gegen den Waldbauer einen Strafbefehl. 3.150 Euro wegen Jagdwilderei (30 Tagessätze) und Körperverletzung (30 Tagessätze) galt es zu berappen. Dagegen legte der Täter jedoch Einspruch ein, deshalb fiel die Entscheidung nun im Amtsgericht Pfaffenhofen. Das Verfahren wurde gegen eine Geldauflage von 1.000 Euro für die Staatskasse und 500 Euro Schmerzensgeld eingestellt.
MH