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Bock beschossen

admin
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Sonntag, 29.05.2016 - 02:10
Die Verletzung: Hat ein Wilderer versucht den Bock zu schießen? Foto: Luise Höhn © Luise Höhn
Die Verletzung: Hat ein Wilderer versucht den Bock zu schießen? Foto: Luise Höhn

Nachdem Jägerin Luise Höhn unsere Wilderer-Meldung aus dem Alten Land gelesen hat, berichtet sie von einem ähnlichen Erlebnis. Anfang Mai saß sie morgens in dem Revier ihres Vater bei Suttorf (Neustadt am Rübenberge, Region Hannover) an. Über einen längeren Zeitraum hatte sie einen Bock vor, der sich halb verdeckt hinter einer Dickung aufhielt. Während dieser Zeit war ihr nichts Besonderes aufgefallen: „Er verhielt und bewegte sich völlig normal“, so Höhn. Nach einiger Zeit zog der Gehörnte weiter und die Jägerin hatte freies Schussfeld, sodass sie dem Auserwählten die Kugel antrug. Nach kurzem Warten trat sie an das Stück heran. Bei der Begutachtung fiel ihr dann eine Verletzung auf, die sie als Schussverletzung deutete. Der Einschuss sei vernarbt gewesen, der Ausschuss an der Keulen-Innenseite schweißte noch.
Bereits bevor Höhns Vater das Revier Anfang des Jagdjahres pachtete, gab es Vermutungen, dass ein Wilderer in der Gegend sein Unwesen treiben könnte. Im Februar dieses Jahres machte die „Hannoversche Zeitung“ auf mögliche Wilderei-Fälle aufmerksam. Ein Jäger berichtete von einem in der Schonzeit gefundenen Rehbock, der wohl qualvoll an einem Waidwundschuss eingegangen ist. Ebenfalls seien immer wieder nicht zu zuordnende Schüssen gehört worden. Schon im Frühjahr hatte die Neustädter Polizei (Tel. 05032 955 9115) um Hinweise aus der Öffentlichkeit gebeten.
BS
In diesem Clip zeigt die Jägerin die Verletzung: