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Blinder Passagier – Murmeltier auf Abwegen

Das Murmeltier wurde eingefangen und wieder an den Ort gebracht, wo es vermutlich zugestiegen war.


Peter Schmid, Bergführer der Alpinschule Allgäu (Bayern) staunte nicht schlecht, als er einen neuen „Untermieter“ hatte. Gegenüber der Redaktion erklärt Schmid, zunächst dachte er, es habe sich eine Katze in seine Garage geschlichen. Als jedoch später am Tag in seinem Skiraum Gegenstände umgefallen seien, machte er sich doch auf die Suche. Unter einem Schrank wurde er fündig. Als erfahrener Bergführer, sei er sich sofort sicher gewesen – das ist ein Murmeltier. Das Tier muss am Tag vorher gemeinsam mit Schmid aus der Schweiz angereist sein. Dort habe er noch eine Schneetour gemacht und sein Auto auf einem Parkplatz abgestellt gehabt, erzählt er. Das Murmel habe sich wohl irgendwo im Motorraum seines Wagens versteckt gehalten und so die etwa 150 Kilometer und die schweizer Grenze unbemerkt überwunden.

Zurückgebracht und freigelassen

Als er den blinden Passagier bemerkte, habe er zunächst das Landratsamt angerufen, um zu fragen, wie er vorgehen solle, so Schmid. Gemeinsam mit seiner Mieterin gelang es ihm, das Tier in eine Ecke zu treiben und einzufangen. Gut verstaut in einer Wanne mit Luftlöchern habe er das Murmel dann wieder nach Davos gebracht und am vermuteten Zustiegsort freigelassen. Allerdings habe er sich vorher beim Schweizer Zollamt rückversichert, dass es bei der Grenzüberquerung nicht zu Schwierigkeiten kommen werde.


Sascha Bahlinger ist seit 2017 bei den dlv- Jagdmedien als Volontär tätig. Den Jagdschein hat er während des Studiums der Forstwissenschaft 2014 erworben.
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