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Nach Bleivergiftung bei Steinadler: SPD fordert Bleiverbot

Die BayernSPD fordert ein komplettes Bleiverbot für Bayern. © Gabriel Cassan - stock.adobe.com
Die BayernSPD fordert ein komplettes Bleiverbot für Bayern.

Nachdem in Bayern ein Steinadler einer Bleivergiftung  erlegen ist, fordert die dortige SPD-Fraktion nun ein Verbot für bleihaltige Munition. Wanderer hatten Anfang März den flugunfähigen Steinadler in Unterammergau gefunden. Zunächst war man laut „Bayerischem Rundfunk“ (BR) von einem Zusammenstoß mit einem Fahrzeug ausgegangen. Da sich das circa fünf Jahre alte Weibchen nicht auf den Fängen halten konnte und Röntgenaufnahmen nichts Auffälliges zeigten, kam der Verdacht einer Vergiftung auf.

Eine „Blutuntersuchung in einem Speziallabor“ habe dann eine massive Bleivergiftung bestätigt, so der „BR“ weiter. Man versuchte mit einer Sauerstoffversorgung und Gabe von speziellen Medikamenten das seltene Tier zu retten, doch die Versuche blieben erfolglos. Der Steinadler ging an Organversagen ein. Wodurch sich der Vogel die Bleivergiftung zugezogen hat, ist unbekannt. Ob der Steinadler, wie vermutet wird, tatsächlich mit bleihaltiger Munition belasteten Aufbruch oder Aas aufgenommen hat, kann nur spekuliert werden.

Verbot zunächst auf Staatsfläche, dann in gesamt Bayern

Die Landtagsfraktion der BayernSPD nimmt das zum Anlass, ein Verbot bleihaltiger Munition zu fordern. Umweltexperte Florian von Brunn erklärt: „Steinadler sind streng geschützt und in den bayerischen Alpen extrem selten. Daher tut dieser Verlust besonders weh – und er wäre vermeidbar gewesen, wenn der Jäger keine bleihaltige Munition genutzt hätte.“ Ein erster Schritt für Bayern sei es nach Ansicht der BayernSPD, die bleihaltige Munition zumindest auf sämtlichen Staatsflächen zu untersagen. Ziel müsse es jedoch sein, die Munition im gesamten Freistaat zu verbieten.


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