Home News Bleischrot: Spielt der NABU bewusst falsche Zahlen?

Bleischrot: Spielt der NABU bewusst falsche Zahlen?

Eine Bleivergiftung sei laut NABU die häufigste Todesursache bei Seeadlern.


Mit einem Facebook-Post suggeriert der NABU, dass eine Million Vögel pro Jahr sterben, da sie Bleischrote mit der Nahrung aufnehmen. In Zusammenhang gebracht wird diese Zahl mit der Aussage: „Bleivergiftung ist in Deutschland der häufigste Todesgrund für den Seeadler. Durch das Gift sterben sie und viele andere Wasservögel einen schmerzhaften und qualvollen Hungertod – Bleischrot als Munition muss endlich EU-weit verboten werden!“ Die Zahl der eine Million Vögel, die an Blei sterben, bezieht sich allerdings nicht auf Deutschland, sondern auf statistische Erhebungen in der Europäischen Union. Dies ergab eine Rückfrage unserer Redaktion beim NABU-Bundesverband.

Bleischrot an Gewässern bereits verboten

Durch das Kombinieren der beiden Zahlen wird dem Bürger suggeriert, dass eine Million Vögel in Deutschland sterben, da sie Nahrung aufnehmen, die durch Blei kontaminiert ist. Weiterhin wird in dem Posting nicht genannt, wie viele Seeadler es in Deutschland gibt und wie viele davon tatsächlich an einer Bleivergiftung sterben. Dabei ist in Deutschland die Jagd mit Blei über Gewässern untersagt. Der NABU fordert seit längerem nicht nur ein Bleiverbot am Gewässer, sondern auch in sogenannten Feuchtgebieten. 


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