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Bleifrei – Bundesregierung ignoriert Erfahrungen aus Norwegen

Christian Liehner © Christian Liehner
Christian Liehner
am
Sonntag, 23.09.2018 - 07:36
Die Jäger wollen von bleifrei nichts wissen (Symbolbild). © Martin Weber
Die Jäger wollen von bleifrei nichts wissen (Symbolbild).

Die Bundesregierung hat sich die Bleiminimierung bei Jagdmunition in den Koalitionsvertrag geschrieben, bislang jedoch kaum Erkenntnisse wie die Umsetzung bei zuverlässiger Tötungswirkung funktionieren soll. Dies geht aus einer kleinen Anfrage der AfD-Fraktion Anfang September, sowie aus der Stellungnahme der Bundesregierung (Drucksache 19/4239) darauf hervor.

In ihrer schriftlichen Antwort auf die Anfrage ließ die Bundesregierung verlautbaren, dass weitere Einzelheiten momentan erarbeitet,  und Normen in der Prüfung seien. Die aktuelle Studie der TU München, die Bleischrote in Gewässern entlastet, sei bekannt. Man verweise jedoch auf eine Liste von über 100 Studien die die Gefährlichkeit von Bleimunition für die Umwelt nachweise, so die Bundesregierung weiter. 

Dänemark Vorbild, Norwegen ignoriert.

2005 hatte Norwegen ein generelles Verbot für bleihaltige Schrotmunition erlassen, dieses jedoch 2015 teilweise wieder aufgehoben. Die Hintergründe und Erfahrungen in Norwegen zu Blei zurückzukehren seien der Bundesregierung laut deren Stellungnahme nicht bekannt. Die Erfahrungen der Länder die Blei in Munition verbieten, spielten jedoch im Beschränkungsvorschlag eine zentrale Rolle. Als Vorreiter gilt Dänemark. CL

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