Home News Bleifrei – Bundesregierung ignoriert Erfahrungen aus Norwegen

Bleifrei – Bundesregierung ignoriert Erfahrungen aus Norwegen

Die EU teilt die Liebe der Deutschen zu bleifreier Büchsenmunition nicht wirklich.


Die Bundesregierung hat sich die Bleiminimierung bei Jagdmunition in den Koalitionsvertrag geschrieben, bislang jedoch kaum Erkenntnisse wie die Umsetzung bei zuverlässiger Tötungswirkung funktionieren soll. Dies geht aus einer kleinen Anfrage der AfD-Fraktion Anfang September, sowie aus der Stellungnahme der Bundesregierung (Drucksache 19/4239) darauf hervor.

In ihrer schriftlichen Antwort auf die Anfrage ließ die Bundesregierung verlautbaren, dass weitere Einzelheiten momentan erarbeitet,  und Normen in der Prüfung seien. Die aktuelle Studie der TU München, die Bleischrote in Gewässern entlastet, sei bekannt. Man verweise jedoch auf eine Liste von über 100 Studien die die Gefährlichkeit von Bleimunition für die Umwelt nachweise, so die Bundesregierung weiter. 

Dänemark Vorbild, Norwegen ignoriert.

2005 hatte Norwegen ein generelles Verbot für bleihaltige Schrotmunition erlassen, dieses jedoch 2015 teilweise wieder aufgehoben. Die Hintergründe und Erfahrungen in Norwegen zu Blei zurückzukehren seien der Bundesregierung laut deren Stellungnahme nicht bekannt. Die Erfahrungen der Länder die Blei in Munition verbieten, spielten jedoch im Beschränkungsvorschlag eine zentrale Rolle. Als Vorreiter gilt Dänemark. CL

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Christian Liehner Redaktionsvolontär bei den dlv-Jagdmedien. Aufgewachsen am Bodensee. Jagdschein während des Studiums der Politikwissenschaft und Geschichte in Freiburg.
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