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BJV-Preis für Werner Kuhn

Bei der Übergabe des mit 2000 Euro dotierten Preises. Foto: DIT © Jens Dittrich
Preisträger Werner Kuhn. Foto: DIT

Preisträger Werner Kuhn. Foto: DIT

Den diesjährigen Naturschutzpreis, welchen der Bayerische Jagdverband (BJV) zusammen mit dem dlv Deutscher Landwirtschaftsverlag vergibt, wurde Werner Kuhn von der Bayerischen Landesanstalt für Wein- und Gartenbau (LWG) verliehen.
Kuhn, von Beruf Landwirtschaftsmeister, hat maßgeblich an Projekten der LWG zu lebensraumverbessernden Maßnahmen in der Agrarlandschaft mitgearbeitet, so zum Beispiel bei dem Projekt "Energie aus Wildpflanzen". Mit dem BJV als Projektpartner entwickelte und erprobte Kuhn unter anderem eine artenreiche Wildpflanzenmischung für die Biogaserzeugung.
Versuchsreihen bestätigen, dass diese Wildpflanzenmischung bestens verwertbare Energiepflanzen liefert und zudem gefährdeten Tier- und Pflanzenarten Lebensgrundlage bietet. Den enormen Maisanbau zur Biogaserzeugung sieht der gebürtige Franke, der selbst Jäger und Mitglied der BJV-Kreisgruppe Würzburg ist, dagegen eher kritisch.
Die Bedeutung, die der Artenvielfalt und dem Gleichgewicht in der Natur zukommt, hob Dr. Markus Söder, Bayerischer Staatsminister für Umwelt und Gesundheit, in seiner Laudatio auf den Preisträger hervor. In Bayern habe die Natur einen besonderen Stellenwert. Sie könne aber nur erhalten werden, wenn es ein Zusammenspiel von Ökologie und Ökonomie gebe.

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Als einen Mann der Praxis lobte Hilmar Freiherr von Münchhausen, Geschäftsführer der Deutschen Wildtier Stiftung, Preisträger Werner Kuhn. Er habe einen vorbildlichen Beitrag geleistet, dass Agrarlandschaften als Lebensräume für die großen und kleinen Wildtiere erhalten bleiben, um somit dem dramatischen Verlust an Artenvielfalt entgegen zu wirken. Als besonderes Verdienst könne dabei gelten, dass Kuhn Bevölkerung nicht von den von ihm gestalteten Fläches fernhalten möchte, sondern sie einlädt, sich an diesen zu erfreuen.
BJV-Präsident Prof. Dr. Jürgen Vocke unterstrich: "Wir müssen die Rückzugsgebiete der Wildtier schützen, wenn wir wollen, dass unsere Kinder noch Wildtiere in freier Natur erleben können." Für den dlv Deutschen Landwirtschaftsverlag, der traditionell das Preisgeld für diese Auszeichnung zur Verfügung stellt, betonte Geschäftsführer Amos Kotte die Verbundenheit seines Hauses mit der Jägerschaft, die nicht zuletzt auch daher rühre, dass der Verlag ein umfangreiches Angebot für die grüne Zunft im Programm hat. RJE