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BJV-Präsidentenwahl: Alexander Flierl kandidiert nicht

J.-M. Bloch © Markus Werner
Josef-M. Bloch
am
Donnerstag, 23.01.2020 - 16:58
Alexander-Flierl © Martin Weber
Alexander Flierl (CSU), MdL, BJV-Bezirksvorsitzender der Oberpfalz.

Der Schwandorfer CSU-Landtagsabgeordnete war intern als aussichtsreicher Kandidat gehandelt worden. Als BJV-Vorsitzender des Regierungsbezirks Oberpfalz, ist er Kraft seines Amtes bereits Mitglied im Präsidium des Landesjagdverbandes. Allerdings erst seit April 2018, weswegen er in den Vorgängen, die zum Rückzug von Jürgen Vocke geführt haben, als „unbelastet“ gilt. Heute nun hat Flierl aber auf Nachfrage der Redaktion offiziell Abstand von einer Kandidatur als BJV-Präsident genommen.

„Ich habe es mir nicht leicht gemacht, mich so zu entschließen“, sagte Flierl, der aus unterschiedlichster Richtung und auch aus zahlreichen Kreisgruppen des BJV viel Zuspruch für eine Bewerbung erhalten hatte. Mit der Bekanntgabe seiner Entscheidung wolle er nun für Klarheit sorgen und keine falschen Erwartungen schüren. „Das geht zulasten der Würde des Amtes, deswegen sage ich auch ganz klar, dass ich darüber hinaus keine Wahlempfehlung für einen Kandidaten abgebe und auch nicht Teil eines der Teams anderer Kandidaten sein werde“, macht Flierl in diesem Zusammenhang deutlich.

Auch ohne Präsidentenamt weiterhin für den BJV aktiv

Für die Jägerschaft und das Wild im Freistaat will sich der Landtagsabgeordnete jedoch weiter engagieren. Deshalb wird er morgen auch erneut für den Vorsitz des BJV in der Oberpfalz kandidieren. Gemäß dem Befriedungsbeschluss von Schrobenhausen haben die Oberpfälzer Kreisgruppen dabei die Möglichkeit, vorm Landesjägertag in Lindau zu bestimmen, wen sie als ihren Vorsitzenden ins BJV-Präsidium wählen. Auch in seiner Tätigkeit als Mitglied des Bayerischen Landtages ist Flierl weiterhin nahe am Thema. Dort arbeitet er unter anderem im Ausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten sowie im Ausschuss für Umwelt und Verbraucherschutz. Außerdem ist er Berichterstatter für jagdpolitische Themen der CSU-Fraktion im Maximilianeum.

Darin liegt wohl auch eigentlich sein Verzicht auf eine Kandidatur begründet: „Diese Kombination ermöglicht ein ganzheitliches Handeln auf allen Ebenen zur Unterstützung der Belange der bayerischen Jägerinnen und Jäger, aber auch des uns anvertrauten Wildes“, betont Flierl gegenüber der Redaktion. Und abschließend: „Dieser Effekt würde sich durch die Bekleidung des Präsidentenpostens des BJV nicht verstärken.“

Bisher drei Kandidaten im Rennen um das BJV-Präsidentenamt

Nach dem auch bereits Innenstaatssekretär Gerhard Eck offiziell auf eine Kandidatur verzichtet hat, bleibt es für den Landesjägertag Ende März in Lindau vorerst bei drei Kandidaten für das Amt des BJV-Präsidenten. Neben BJV-Vizepräsident Thomas Schreder bewerben sich dort Bayerns Wirtschaftsstaatssekretär Roland Weigert und Robert Pollner um diesen Posten.