Home News BJV: Präsident Vocke lässt alle Ämter ruhen

BJV: Präsident Vocke lässt alle Ämter ruhen

Vocke-Landesjaegertag-2019 © MW
BJV-Präsident Jürgen Vocke wollte bis März 2020 im Amt bleiben.

Bei einer kurzfristig anberaumten Präsidiumssitzung des Bayerischen Jagdverbands am heutigen Montagabend gab Präsident Prof. Dr. Jürgen Vocke bekannt, dass er ab sofort alle Ämter ruhen lässt.

Gegen Vocke wird aktuell wegen Untreue und Unterschlagung ermittelt. Vergangene Woche durchsuchten Mitarbeiter der Staatsanwaltschaft München die Geschäftsstelle des Bayerischen Jagdverbands sowie die Privatwohnsitze von Vocke.

Schreder führt den Verband übergangsweise

BJV-Vizepräsident Thomas Schreder, der den Verband satzungsgemäß übergangsweise führen wird, zeigte sich in einer ersten Stellungnahme von der Entwicklung "überrascht". Nachdem Vocke selbst die Medien darüber informiert hätte, dass er seine Ämter ruhen lassen wolle, hätte man keine Möglichkeit gehabt, die Mitglieder vorab zu informieren. In einem Schreiben an Verbandsfunktionäre in Oberbayern bedauert Schreder, dass seine Kollegen dies aus den Medien erfahren mussten. "Ab jetzt muss eine andere Öffentlichkeitsarbeit laufen", legte sich der BJV-Interimspräsident in seiner Stellungnahme fest.

Gleichzeitig sprach Schreder seine Arbeitnehmerverhältnis mit dem Verband an: "Wie es mit meiner Anstellung und gleichzeitigiger Vertretung rechtlich sauber laufen kann/ muss" werde jetzt so schnell wie möglich juristisch geklärt.

Vocke gibt Stellungnahme ab

In einer Presseinformation des Bayerischen Jagdverband gab Prof. Dr. Jürgen Vocke eine Stellungnahme ab: „Mit Blick auf die derzeitige öffentliche Berichterstattung lasse ich in Verantwortung dem Verband, aber auch meiner Familie gegenüber mein Amt als Präsident vorerst ruhen, insbesondere bis zur endgültigen Klärung der Vorwürfe einer seitens eines BJV-Präsidiumsmitgliedes gegen mich erhobenen Strafanzeige. Nach Abschluss der staatsanwaltschaftlichen Prüfung werde ich gemeinsam mit meinen Präsidiumskollegen das weitere Vorgehen beraten. Ich hoffe und baue auf eine zeitnahe endgültige Klärung der Vorwürfe.“


Kathrin Führes geboren in Lingen, Jagdschein seit 2014, hat nach dem Abitur Forstwissenschaft an der TU München studiert und ist nun seit 2015 bei der PIRSCH.
Thumbnail