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BJV-Präsident auf der Liste

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Donnerstag, 09.05.2013 - 02:06
BJV-Präsident Prof. Dr. Jürgen Vocke (l.) und Staatsminister Helmut Brunner. Foto: JMB © JMB
BJV-Präsident Prof. Dr. Jürgen Vocke (l.) und Staatsminister Helmut Brunner. Foto: JMB

Er soll in seiner Zeit als CSU-Landtagsabgeordneter bis 2008 jemanden aus der Verwandtschaft beschäftigt haben. Damit befindet er sich in "guter Gesellschaft", denn auch der derzeitige Staatsminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Helmut Brunner (CSU), hat in der Vergangenheit Familienmitglieder für sich arbeiten lassen.
Was in der Diskussion häufig übersehen wird: Die kritisierten Beschäftigungsverhältnisse sind aufgrund einer Übergangsregelung formaljuristisch legal. Dennoch haben sie wie man in Bayern sagt ein "Gschmackl". Das heißt, sie werden als anrüchig empfunden. Und weil gerade Landtagswahlkampf ist, können auch einige, die im Glashaus sitzen, der Versuchung, mit Steinen zu werfen, nicht widerstehen. So forderte SPD-Spitzenkandidat Christian Ude munter Brunners Rücktritt, "übersah" dabei aber zum Beispiel Maria Noichl, die neben weiteren seiner Parteikollegen ebenfalls auf der Liste steht. Als Vorsitzende des agrarpolitischen Arbeitskreises der SPD-Fraktion im Bayerischen Landtag ist sie auch für jagdliche Themen zuständig und hat sich dazu in der Vergangenheit oft lautstark zu Wort gemeldet. Nicht immer zur Freude der Jägerschaft.
Auf der vom BR veröffentlichten Liste finden sich zudem drei Mandatsträger der Partei "Die Grünen". Mit dem Chef der "Freien Wähler", Hubert Aiwanger, sowie Bernd Sibler und Gerhard Eck von der CSU sind dort aber auch noch mindestens drei prominente jagende Landtagsmitglieder aufgelistet. Nur die FDP ist überhaupt nicht vertreten. Worüber sie in diesem Fall allerdings froh sein dürfte.
JMB