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BJV: Ernst Weidenbusch als Präsident wiedergewählt

Kathrin Führes © Kathrin Führes
Kathrin Führes
am
Samstag, 02.04.2022 - 15:25
Wahlurne beim BJV © Martin Weber
Der neue BJV-Präsident wurde in einer geheimen Wahl gewählt.

Beim Landesjägertag in Augsburg wurde Ernst Weidenbusch erwartungsgemäß als Präsident des Bayerischen Jagdverbands wiedergewählt. Weidenbusch führt den Verband seit 2020 als Präsident. Damals löste er Prof. Dr. Jürgen Vocke ab.

Überraschenderweise erfolge die Wahl des Präsidenten in einer geheimen Abstimmung, für die 70% der Deligierten gestimmt hatten. Ernst Weidenbusch konnte diese mit der erforderlichen absoluten Mehrheit, für sich entscheiden. Er erhielt 318 Stimmen, sein Herausforderer Wittmann 273 Stimmen. 21 Delegierte enthielten sich.

Vizepräsident Roland Weigert konnte heute selbst nicht vor Ort sein – daher hatte Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger die Vorstellung Weigerts übernommen. Er lobte seinen Staatsminister sinngemäß: Der ist Jäger, Hundeführer und Wiederlader – der passt. Weigert wurde mit 427 Stimmen im Amt bestätigt. Auch Eberhard Freiherr von Gemmingen-Hornberg wurde als Vizepräsident wiedergewählt. Über die größte Zustimmung konnte sich Sebastian Ziegler freuen, der 590 Ja-Stimmen (zu 11 Nein-Stimmen und 6 Enthaltungen) in seinem Amt als Vizepräsident bestätigt wurde. Ziegler wird dadurch auch neuer Stellvertreter von Ernst Weidenbusch sein.

Franz Pfaffeneder ist neuer Schatzmeister des Bayerischen Jagdverbands und folgt damit auf Julia Wiese, welche aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr zur Wahl angetreten ist. Dr. Diane Schrems-Scherbath wurde als Justitiarin im Amt bestätigt. Als Beisitzer wurden Robert Pollner und Markus Landsmann gewählt.

Ministerin Kaniber wehrt sich gegen Vorwürfe

In den vergangenen Tagen hatte es rund um das nun wiedergewählte Präsidium rumort. So schoss Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber scharf gegen Weidenbusch und warf ihm vor, „mit konstruierten und abwegigen Unterstellungen“ Stimmung zu machen und dem Staatsministerium zu unterstellen, dass es dort einen geheimen Plan gebe, die Jagd zu demontieren. Weidenbusch erklärte dazu, man habe das Verhaltnis zum Landwirtschaftsministerium bewusst immer wieder belastet.

Ernst Weidenbusch lobte auch die bisherige Arbeit des Präsidiums: „Allen Unkenrufen zum Trotz haben wir in den vergangenen 15 Monaten sehr konstruktiv zusammengearbeitet. In diesem Präsidium war es vorbei mit Streit und Anfeindung. Wir haben die Belange der Jagd konstruktiv angegangen.“ Auch sei der BJV bereit, "über eine Jagdzeitverschiebung beim Rehwild zu diskutieren."


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