Home News Biologische vielfältig

Biologische vielfältig

Im norddeutschen Tiefland leider weiterhin gefährdet: Das Rebhuhn. Foto: Erich Marek © Erich Marek

So haben sich mittlerweile insgesamt 15 Brutvogelarten, z. B. der Wanderfalke, neu angesiedelt. Zählt man vom Menschen in die Natur eingebrachte, nicht heimische Arten hinzu, sind es sogar 24 Arten. Ausgestorben sind im Vergleichszeitraum nur zwei Vogelarten.
Unter den zurückgekehrten Arten sind mit dem See- und Fischadler zwei Vertreter, die fast 100 Jahre nicht mehr in Niedersachsen gebrütet haben. Brutnachweise liegen auch für Wiedehopf und Alpenstrandläufer vor. Bienenfresser, Karmingimpel, Löffler und Weißwangengans haben ihre Verbreitungsgebiete in den letzten Jahrzehnten auch nach Niedersachsen ausgeweitet. Dagegen waren Uhu, Wanderfalke und Auerhuhn auf die Hilfe des Menschen angewiesen. Ihre heutigen Besätze gehen vor allem auf Zucht und Wiederansiedlung zurück.
Der Biber wandert von der Elbe aus ein und hat sich wieder etabliert. Inzwischen leben über 500 Tiere an Elbe, Leine und Ems. Ebenso kehrt der Wolf nach Niedersachsen zurück. Bei den Luchsen im Harz werden alljährlich Junge nachgewiesen. Der Europäische Nerz wird derzeit am Steinhuder Meer eingebürgert. Er war wegen seines wertvollen Balges ausgerottet worden.
Bei den Amphibien, Reptilien und Fischen gab es in den letzten Jahrzehnten keine Artenverluste. Auch die Pflanzenarten weisen eine positive Bilanz auf. Zwar starben 12 Arten der Farn- und Blütenpflanzen aus, 27 Arten haben sich jedoch neu etabliert. Bei den Arten, die auf landwirtschaftlichen Nutzflächen angewiesen sind, sind jedoch Besatzverluste zu beklagen: Bereits 63 Prozent der in der offenen Feldflur vorkommenden Brutvogelarten gelten als gefährdet, so zum Beispiel Kiebitz, Feldlerche und Rebhuhn. MU