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Biogas-(Land-)Wirtschaft: Folgen für die Natur?

T Welche Konsequenzen hat der zunehmende Anbau von Mais für den Lebensraum Feldflur? © Jörg Tillmann

Die Zahl der Biogasanlagen in Nordrhein-Westfalen nimmt weiter zu und damit auch ihr Hunger auf pflanzliche Energie. Die Landwirtschaftskammer NRW testet seit 2006, ob ein Anbau von Mais, Sonnenblumen oder Hirse im Spätsommer nach der Wintergersten- oder Winterroggen-Ernte funktioniert und rentabel sein kann.
Die aktuellen Versuche in Dülmen-Merfeld sollen, wenn das Wetter mitspielt, Ende der Woche gesät werden. Der Winterroggen wird früher als normales Getreide geerntet und liefert als Silage Energie für Biogasanlagen. Er macht den Acker rechtzeitig frei für die Zweitfrucht, also Hirse, Sonnenblumen oder Mais. Besonders vielversprechend ist die Sonnenblume, die die kürzeste Vegetationszeit braucht und auch mit kühleren Herbsttemperaturen gut fertig wird. Auch der Mais brachte in den Versuchen gute Ergebnisse, obwohl er normalerweise schon Ende April gesät wird. Trotz der späten Saat im Juni liefert er auch als Zweitfrucht gute Erträge und die Silierung ist einfach.
Bleibt abzuwarten, welche Konsequenzen sich daraus für die Wildtiere ergeben. Negativ wäre es auf alle Fälle, wenn die Flächen nach einer späten Ernte im Herbst kahl blieben oder aber der Aufwuchsvon Äsung und Deckung aufgrund der schon fortgeschrittenen Vegetationsperiode nicht mehr möglich wäre.PM/RJE

Im Bild: Maismonokultur vor Biogasanlage. Foto: Dr. Jörg Tillmannn