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Biber und Reh gewildert?

In einem Waldstück wurden die Überreste eines Bibers und eines Rehs gefunden (Symbolbild).


Im Unterallgäu (Bayern) wurde von einem Waldbesitzer ein toter Biber und die Decke eines Rehs gefunden. Dies gab die Polizei in einer Pressemitteilung bekannt. Wie der Biberbeauftragte gegenüber der Redaktion erklärte, waren vom Biber die Decke und das Fleisch entfernt worden. Nur noch der Schädel und die Knochen waren vor Ort. Man habe nur an den Zähnen erkennen können, um welches Tier es sich handelt. Unter den Überresten des Nagers habe man dann auch noch eine Rehdecke gefunden.

Die Überreste von Reh und Biber wurden im Wald gefunden. © Karl Heinz Hehn

Die Überreste von Reh und Biber wurden im Wald gefunden.

Biber darf nur mit Ausnahmegenehmigung getötet werden

Eine legale Erlegung ist zumindest für den Biber auszuschließen. Nur in der Zeit zwischen dem 1. September und dem 15. März können laut Biberberater Ausnahmegenehmigungen zur Entnahme von Bibern ausgestellt werden. Deshalb müsse es sich um Wilderei handeln. Da das Reh am selben Ort gefunden wurde, gehe er auch hier von einer illegalen Tötung des Tieres aus. Die Polizeiinspektion Bad Wörishofen bittet um Hinweise unter 08247/96800. PM


Sascha Bahlinger ist seit 2017 bei den dlv- Jagdmedien als Volontär tätig. Den Jagdschein hat er während des Studiums der Forstwissenschaft 2014 erworben.
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