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Biber-Abschuss erleichtern

Biber verursachen enorme Schäden. Foto: Bernhardt Reiner © Bernhardt Reiner

Immer wieder gefährden Biber durch unterhöhlte Uferbereiche und umfallende Bäume Landwirte wie Spaziergänger. Und allein im vergangenen Jahr verursachte Meister Bockert im Freistaat Schäden von fast 600 000 Euro. Nun hat das bayerische Umweltministerium beschlossen, die Erteilung von Abschuss-Genehmigungen zu erleichtern. Dafür sollen die Landratsämter Landschaftsbereiche ausweisen, in denen der Biber prinzipiell getötet werden darf. Bisher war eine genaue Einzelfallprüfung für die Erlaubnis eines Abschusses nötig. Während viele Landwirte diesen Schritt begrüßen, geben sich Naturschutz-Organisationen entsetzt.
Das Motto "Töten statt Zahlen" sei ein verheerendes Signal, so der Bund Naturschutz. Als Alternative solle man den Bibern an Flussufern mindestens fünf Meter breite Streifen als Lebensraum zur Verfügung stellen. Ebenso sollten Fischteiche besser durch Elektrozäune geschützt werden. In einem Schreiben an das Ministerium würdigte Walter Heidl, Präsident des Bayerischen Bauernverbands Niederbayern, die Initiative des Ministeriums als dringend notwendig. Zugleich fordert er, dass bei der Erstellung der Managementkonzepte Forst- und Landwirte eingebunden werden.
BS