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Biber 1, Terrier 0

Biber: Diese wehrhaften Wildtiere sollte man nicht in die Enge treiben. Foto: Reiner Bernhardt


Passiert ist der Vorfall auf der Wiener Donauinsel. Die Gassigeherin ließ ihren Vierbeiner wie gewohnt nach einem Spaziergang kurz schwimmen. Das gefiel dem Biber aber anscheinend nicht und er griff den Hund im etwa hüfthohen Wasser an. Ein zugegeben etwas ungleicher Kampf, da zum einen der Nager in seinem Element war und der Terrier ordnungsgemäß seinen Maulkorb trug. Beim Tierarzt wurde das Ausmaß der Bissverletzungen sichtbar: Bockert hatte dem „Eindringling“ regelrecht Muskelstückchen aus der Keule gebissen.
Andere Medien versuchen jetzt Panik zu machen. Es stehe die Badesaison bevor, Menschen könnten angegriffen werden. Doch der stellvertretende Forstamtsleiter von Wien, Herbert Weidinger, relativiert den jüngsten Vorfall im Gespräch mit jagderleben: „In den letzten 20 Jahren hat es vielleicht zwei oder drei Biberattacken auf Menschen und Hunde gegeben. Aber immer nur, wenn man den Tieren zu Nahe gekommen ist.“
In ganz Wien soll es seit der aktiven Wiederansiedlung vor gut 30 Jahren wieder um die 240 Exemplare geben. Auf der Donauinsel sollen es um die 10 Bauten sein. Zurzeit stagniere der Bestand, so Weidinger.
BS