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Bewegungsjagd: Einsatz von Feuerwerk bei Sachsenforst

Bei einer Bewegungsjagd wurden in Sachsen Blitzknaller eingesetzt (Symbolbild). © Pixabay.com/ Hans Braxmeier

Im Sachsenforstrevier Markneukirchen wurden im August 2018 bei einer Bewegungsjagd sogenannte „Blitzknaller“ eingesetzt. Dies geht aus der Antwort der Staatsregierung zu einer Kleinen Anfrage des Linken-Abgeordneten Klaus Tischendorf hervor. Zu dem Zeitpunkt bestand eine erhöhte Waldbrandgefahrenstufe.

Ein Presssprecher von Sachsenforst erklärt gegenüber der Redaktion, Sachsenforst lehne den Einsatz solcher Blitzknaller mit aller Entschiedenheit ab. Man distanziere sich vollkommen von diesem Verhalten und werde es sanktionieren. Auch in der Antwort der Staatsregierung auf die kleine Anfrage heißt es: „Das Vorgehen ist pflichtwidrig und widerspricht den Grundsätzen der Vorbildlichkeit von Jagdausübung und Hege in den Venrwaltungsjagdbezirken des Freistaates Sachsen. Das Vorgehen wurde der Pflichtverletzung entsprechend geahndet.“

Teure Drückjagden

Kritisiert wird in der kleinen Anfrage auch das Kosten-Nutzen-Verhältnis zweier Ansitz-Drückjagden im Herbst 2018, auf denen insgesamt 137 Schützen teilnahmen und die 16 Stück Schalenwild (davon sieben Stück Rotwild) erlegten. Für deren Durchführung zahlte Sachsenforst 40619 Euro an ein beauftragtes privates Jagdunternehmen. Bereits in den letzten Jahren sorgten rechtswidrige Lappjagden durch den Forstbezirk Neudorf (Erzgebirge) immer wieder für Aufsehen. RS/ SBA


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