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Betrug bei Hirschjagd: Jäger erlegt Gatterhirsch in Ungarn

Kathrin-Fuehres © Kathrin Führes
Kathrin Führes
am
Mittwoch, 25.11.2020 - 17:30
Rotwild-Brunft © www.dgwildlife.com
Der vermeintliche Rekordabschusshirsch stammte aus einem Gatter (Symbolbild).

Einen reifen Hirsch in Ungarn zu erlegen, ist für viele Jäger in Europa ein großer Traum. Ein paar französische Jäger wollte sich diesen im Jahr 2017 erfüllen, wurde dabei jedoch betrogen. Wie das Portal "magyarvadasz.hu" berichtet, hatte ein Gatterbesitzer aus Kärnten einen Rothirsch für 9.000 Euro an eine ungarische Firma verkauft, die Jagdreisen anbietet. Der Recke wurde daraufhin betäubt und in ein Jagdrevier nach Ungarn transportiert. Anhand von Bildmaterial war der Hirsch den Franzosen zum Abschuss für 35.000 Euro angeboten worden. Nachdem diese einwilligten, transportierte man das Tier in das entsprechende Revier.

Vier Angeklagte vor Gericht

Drei Ansitze brauchte es, ehe der Gastjäger den vermeintlich wilden Recken erlegen konnte. Bilder der 12,5 Kilogramm schweren Trophäe kursierten anschließend durch das Netz. Erst später kam raus, dass es sich bei dem Hirsch nicht um ein wildlebendes ungarisches Tier handelte, sondern dass das Rotwild aus einem österreichischen Gatter stammte. Wegen Betrugs und Dokumentenfälschung müssen sich nun der österreichische Gatterbesitzer sowie drei ungarische Staatsbürger vor Gericht verantworten.


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