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Aus Betroffenen Beteiligte machen

Setzt weiterhin auf enge Partnerschaft mit den Jägern: Landwirtschaftsminister Helmut Brunner. Foto: JMB © JMB

Der Auftritt des jeweiligen zuständigen Fachministers beim Landesjägertag hat in Bayern lange schon Tradition. Daher machte auch Helmut Brunner der Jägerschaft beim Festakt zum Abschlus der diesjährigen Tagung seine Aufwartung. In seiner Rede sprach er auch zwei Themen an, die die Jäger im Freistaat aktuell umtreiben: Das Vegetationsgutachten und das Förderprogramm für Blühflächen.
Die Weiterentwicklung des Vegetationsgutachtens sei beschlossene Sache, berichtete der Minister. Er will dabei aus den "Betroffenen Beteiligte machen". Und weiter: "Wie von mir versprochen, werden in Zukunft auch die unverbissenen Pflanzen erfasst", so Brunner.
Beim Blühflächenprogramm ist sich der Politiker sicher, "Bayern wird auch in Zukunft blühen". Wie eine Lösung nach Auslaufen der Förderperiode im Jahre 2013 aussehen wird, konnte er indes noch nicht sagen. Um den Willen seines Hauses zu bekunden, hier weiter tätig zu werden, kündigte Brunner an, zur Überbrückung von Förderlücken zu den bereits zugesagten 90.000 Euro weitere 200.000 Euro zur Verfügung zu stellen. Die Tagungsteilnehmer dankten es ihm mit lebhaftem Applaus.
Tierschutz, Naturschutz und Jagd – Widerspruch oder Symbiose?, war das Motto einer Podiumsdiskussion am Ende der Festveranstaltung. Unter der Moderation von Christine Schneider (Bayerischer Rundfunk, Redaktion "unser Land") diskutierten Prof. Dr. Dr. Eva-Maria Kern (Bundeswehr-Uni Neubiberg), Prof. Dr. Dr. Sven Herzog (TU Dresden), Prof. Dr. Thomas Richter, (FH Nürtingen) und Bernhard Weiler (BBV-Bezirkspräsident Unterfranken) kontrovers zum Thema. Unterm Strich konnten jedoch mehr Gemeinsamkeiten als Gegensätze festgestellt werden. Einige der zu Tage getretenen Widersprüche werden sich allerdings nicht so einfach auflösen lassen. JMB