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Besenderte Zwergschwäne mit Schussverletzung gefunden

Kathrin Führes © Kathrin Führes
Kathrin Führes
am
Dienstag, 28.12.2021 - 15:50
Zwergschwan-auf-Gewässer © alexeykudinov - stock.adobe.com
Im Emsland überwintert jedes Jahr ein Großteil der Zwergschwan-Population (Symbolbild).

Kurz vor Weihnachten wurden im emsländischen Meppen (Niedersachsen) zwei Zwergschwäne mit Schussverletzungen aufgefunden. Wie die „NOZ“ berichtet, waren die streng geschützten Vögel erst kurz zuvor im Zuge des Projektes „Zwergschwan: Schutzkonzept für eine bedrohte Zugvogelart in Deutschland“ vom NABU besendert worden. Plötzlich hätten Sender von zwei der auffälligen markierten Vögel ungewöhnliche Muster gezeigt, die auf massive Störung schließen ließen. NABU-Mitarbeiter konnten die Sender in einem bewohnten Gebiet in Meppen lokalisieren.

Jägerschaft zeigt sich betroffen

"Zwei Zwergschwäne wurden dort im Beisein der Polizei tot und mit Schussverletzungen, die auf jagdliche Aktivitäten zurückzuführen sind, aufgefunden und in einem Anhänger geborgen“, so der NABU. Gegenüber der Redaktion bestätigte die zuständige Polizeiinspektion den Vorfall. Aufgrund der laufenden Ermittlungen könne man aber keine weiteren Details, wie es zu dem Vorfall kam, bekannt geben. Die Vögel würden nun untersucht werden. Gegenüber der Redaktion äußerte sich auch die Jägerschaft Meppen e. V., dass man die Nachricht wegen der Gänse sehr betroffen zur Kenntnis genommen habe.

Population hat rapide abgenommen

Im Emsland überwintert ein bedeutender Teil der Zwergschwäne, ehe sie im Sommer größtenteils in ihre Brutgebiete nach Russland fliegen. Bei europaweiten Synchronzählungen waren im Jahr 2010 nur noch 18.055 Tiere festgestellt worden, im Jahr 1995 waren noch 29.277 Exemplare gezählt worden.


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