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Beschwerden über Krähenkadaver

Tote Krähen: Nach Ansicht von Tessiner Bauern wirksam gegen Schäden auf den Feldern. Foto: Jens Krüger


Nach Angaben der "Società Protezione Animali di Bellinzona" (SPAB) in Bellinzona hätten vor allem Spaziergängern und Touristen an der Vergrämungsmethode Anstoß genommen hätten. Das seien mittelalterliche Methoden, ließ sich der örtliche Tierschützer Armando Besomi von der Tageszeitung zitieren. Der Verein habe daher die kantonalen Jagd- und Fischereibehörden sowie die Veterinärbehörde informiert.
Die Landwirte im Tessin werben dagegen um Verständnis für die traditionelle Schadensabwehr. Krähen kämen um diese Jahreszeit in Schwärmen, die innerhalb kürzester Zeit riesige Schäden anrichten könnten. Zwar erhielten die Bauern Abschussgenehmigungen für die Tiere, doch könnten sie schließlich nicht den ganzen Tag am Feldrand stehen und warten, bis ein Schwarm käme. Außerdem seien Abschüsse aus Sicherheitsgründen nicht gestattet, wenn sich Menschen in der Nähe aufhielten. FM