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Berufungsverfahren nach Jagdunfall: Bewährungsstrafe für Jäger

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Kathrin Führes
am
Mittwoch, 17.02.2021 - 17:00
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Im ersten Prozess hatte der Jäger noch bestritten bewusst hangabwärts geschossen zu haben (Symbolbild).

Das Landgericht Bad Kreuznach hat einen Jäger zu einer Bewährungsstrafe nach einem tödlichen Jagdunfall verurteilt. Über zwei Jahre ist es her, dass der Beschuldigte im Zuge einer Drückjagd bei der Schussabgabe eine 86-jährige Frau in Dalberg (Landkreis Kreuznach/ Rheinland-Pfalz) traf. Die Frau starb in Folge der Schussverletzung. In einem ersten Prozess hatte der Waidmann angegegeben, dass er ausgerutscht sei und sich dadurch der folgenschwere Schuss gelöst hatte. Damals verurteilte ihn das Amtsgericht Bad Kreuznach zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren. Der Jäger ging gegen das Urteil in Berufung.

Jäger leidet psychisch stark unter seiner Tat

Im Zuge des Berufungsverfahrens gab der Beschuldigte nun zu, dass er bewusst hangabwärts geschossen habe. Zum einen wegen dieses Geständnisses aber auch wegen der Tatsache, dass der Waidmann das Ereignis bis heute nicht verarbeiten konnte und unter den Folgen „seiner Tat“ psychisch stark leidet, wurde das Strafmaß reduziert, so ein Sprecher des Gerichts gegenüber der Redaktion. Neben der zweijährigen Bewährungsstrafe muss der Mann außerdem 5.000 Euro an eine gemeinnützige Organisation zahlen.


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