Home News Berufsjäger fordern Jagdschein auf Probe

Berufsjäger fordern Jagdschein auf Probe

Jaeger-Fernglas © rcfotostock - stock.adobe.com
Der Bundesverband Deutscher Berufsjäger fordert einen Jagdschein auf Probe und zahlreiche verpflichtende Fortbildungsmöglichkeiten.

Der Bundesverband Deutscher Berufsjäger e.V. (BDB) nimmt den Entwurf zur Novellierung des Bundesjagdgesetzes zum Anlass, die Ausbildung der Jungjäger in den Fokus zu rücken. Nach Ansicht des Verbands sei durch die zunehmende Verbreitung von Kompaktkursen die praktische Ausbildung bei der Jägerausbildung in den Hintergrund gerückt.

Schießübungsnachweis: Zweimal im Jahr

Aus diesem Grund fordern die Berufsjäger in ihrem Positionspapier einen „Jagdschein auf Probe“. So sollen Jungjäger in den drei Jahren nach erstmaligem Lösen Ihres Jagdscheins einen Anforderungskatalog erfüllen. Die Praxisanteile der Ausbildung sollen durch verschiedene Praxisseminare zum Beispiel zu den Themen Land- und Waldbau, Artenschutz, Gesellschaftsjagd oder auch Wildschäden gefestigt werden. Weiterhin soll ein zweimal im Jahr zu erbringender Schießnachweis mit Büchse und Flinte vorgelegt werden. Durchgeführt werden sollen die Schulungen z.B. in den Schulungsstätten der Landesvereinigungen der Jäger.

Wenn der Jungjäger nach der Probezeit die Kriterien nicht erfüllt, soll ihm der Jagdschein verwehrt werden. „Eine solide, auf die zeitgemäßen Anforderungen der praktischen Jagdausübung ausgerichtete Ausbildung ist ein unverzichtbares Fundament für die dauerhafte Akzeptanz der Jagd in der Bevölkerung“, so Wildmeister und BDB-Vorsitzender Bernd Bahr. 


Kommentieren Sie