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Berlin erlaubt Jagd auf Frischlinge mit Schrot und kleiner Kugel

Die Jagd auf Frischlinge ist in Berlin künftig auch mit Schrot sowie der kleinen Kugel ab .22 Hornet möglich. © Photohunter/rodimovpavel - stock.adobe.com
Die Jagd auf Frischlinge ist in Berlin künftig auch mit Schrot sowie der kleinen Kugel ab .22 Hornet möglich.

Mittels Allgemeinverfügung gab Berlin neue Regeln für die Bejagung von Schwarzwild bekannt. Fortan dürfen Frischlinge bis 15 Kilogramm mit Schrot sowie der „sogenannten kleinen Kugel“ erlegt werden. Außerdem können ab sofort bei der Jagd auf Schwarzwild künstliche Lichtquellen und Nachtsichtvor- und Nachtsichtaufsatzgeräte verwendet werden. Taschenlampen dürfen jedoch nicht mit der Schusswaffe verbunden sein. Laut Berliner Senatsverwaltung sei durch die neue Regelung nun alles jagdrechtlich erlaubt, was auch waffenrechtlich erlaubt sei. Die Büchsenpatronen müssen laut Verfügung mindestens ein Kaliber von 5,6mm aufweisen und eine Auftreffenergie auf 100 m (E100) von mindestens 450 Joule haben. Damit ist ab dem Kaliber .22 Hornet die Jagd auf Frischlinge möglich. Rheinland-Pfalz erlaubt dies zum Beispiel auch – allerdings mit keiner Kilobegrenzung, sondern nur "bei gestreiften Frischlingen". 

Die Verwendung von Schrot und der kleinen Kugel auf Frischlinge auf kurze Distanzen (ca. 20-25 Meter) wird damit begründet, dass das "Hinterland" dabei nicht so gefährdet wird wie bei einem normalen Büchsenschuss. Durch die Verwendung von Schrot könne ein erhöhter Frischlingsabschuss erreicht werden. Die Veordnung wurde am 26. Juni veröffentlicht und ist seit dem 27. Juni bereits in Kraft. 


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