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Behördenirrtum: Getötete Wolfsfähe war nicht trächtig

Hannah Reutter. © Hannah Reutter
Hannah Reutter
am
Freitag, 26.06.2020 - 09:45
Wolf-Sommer © Michael - stock.adobe.com
Eine Wölfin in Mecklenburg-Vorpommern wurde geschossen, weil der Verdacht der Hybridisierung bestand (Symbolbild).

Anfang April wurde im Landkreis Rostock (Mecklenburg-Vorpommern) eine Wölfin getötet. Es bestand der Verdacht, dass sie von Haushunden trächtig sein könnte. Die Fähe hatte sich mehrfach mit einem Hund gepaart. Dies geschah in einem Zeitraum, in welchem davon auszugehen ist, dass der Deckakt erfolgreich gewesen sein könnte. Wildkamerabilder hätten dies belegt, so das Ministerium in einer Pressemitteilung. Um eine Hybridisierung zu vermeiden, die laut Ministerium eine „erhebliche Gefährdung der Art Wolf darstellt“, wurde die Wölfin getötet. Nun ist klar: Die Fähe war nicht trächtig. Es gab keine Hinweise auf eine Trächtigkeit oder embryonale DNA. Dies habe die Sektion des Leibniz-Institutes für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin ergeben.

Einwirkung auf Hund wäre nicht möglich gewesen

Laut aktueller Pressemitteilung sei eine Einwirkung auf den betreffenden Hund keine geeignete Alternative gewesen. Einfang- und Besenderungsversuche schlugen fehl. „Somit war die Entnahme die einzig mögliche, praktikable und zielgerichtete Maßnahme zur Abwendung der Gefahr einer Hybridisierung bei der Art Wolf“, so das Ministerium. 

In Thüringen war es in der Vergangenheit mehrfach zu einer Verpaarung zwischen einer Wölfin und Haushunden gekommen. Zuletzt paarte sich die Ohrdrufer Wölfin mit einem ihrer Hybridsöhne.


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