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Befriedung ausgeweitet

Verbände & Stiftungen können auch weiterhin die Jagd auf ihrem Grundstück nicht verbieten. © C. Stadler
Verbände & Stiftungen können auch weiterhin die Jagd auf ihrem Grundstück nicht verbieten. © C. Stadler

Verbände & Stiftungen können auch weiterhin die Jagd auf ihrem Grundstück nicht verbieten.

Als „juristischen Kunstgriff“ bezeichnete Andreas Schober, Geschäftsführer des Landesjagdverbandes Schleswig-Holstein (LJV), die Novellierung des Naturschutzgesetzes. Damit sei es den Regierungsparteien möglich gewesen, auf das Landesjagd- und Landeswaldgesetz Einfluss zu nehmen. Insbesondere kritisierte er den Beschluss hinsichtlich der im Bundesvergleich erstmalig abgesegneten Befriedungsmöglichkeit für juristische Personen. Bislang konnten nur natürliche Personen aus glaubhaft dargestellten Gründen Grundstücke befrieden lassen. Ein Widerspruch zum Bundesjagdgesetz (§ 6a BJagdG), den es zu prüfen gelte, weiß Schober. Deshalb sei der LJV bereits im Gespräch mit dem Deutschen Jagdverband (DJV), um ein weiteres Vorgehen abzustimmen. „Sofern sich ein juristischer Weg bietet, gehen wir diesen“, sagte der Jäger. Eine Stellungnahme des DJV war auf die Schnelle nicht möglich.
Schober wies aber auch auf Teilerfolge hin. Beispielsweise sei das von Umweltminister Robert Habeck vorgeschlagene „allgemeine Betretungsrecht der freien Landschaft“ nicht aufgenommen worden. Toll sei zudem, dass Mauswiesel und Hermelin im Jagdrecht blieben. Bittere Pillen gäbe es trotzdem genug (siehe Link).
MH
Weitere Regelungen für JägerInnen in Schleswig-Holstein finden Sie hier.