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Bayerns Jagdaufseher tagten in Deggendorf

Stellvertr. Vorsitzender Walter Heußler (l.), Vorsitzender Hubert Witt (2.v.l.) und Versammlungsleiter Peter Assmann (r.) mit den geehrten Mitgliedern. (Foto: JMB)


Der Bund Bayerischer Jagdaufseher (BBJa) hatte für den 5. Juni zur Jahreshauptversammlung 2010 nach Deggendorf (Niederbayern) eingeladen. Die angereistenVertreter des rund 600 Mitglieder starken Verbandes sowie die Ehrengäste erwartete ein umfangreiches Programm, für das der Bezirk Niederbayern im BBJa mit Bernhard Meuser und Karl Schaffhauser an der Spitze verantwortlich zeichnete. Im Mittelpunkt standen dabei drei Vorträge. Manfred Pöschl vom Otterhaus in Mauth informierte über das Projekt "Netzwerk Biodiversität und Jagd", Johann Gaisbauer vom ALF Deggendorf referierte über die Herausforderungen des "Waldbaus in Zeiten des Klimawandels" und Dr. Hans Bösebeck erläuterte die "Gefahren der Borreliose" im Falle eines Zeckenbisses.
Im zweiten Teil der Veranstaltung standen mit Rechenschaftsberichten, Haushaltsplanung, und Terminabstimmungen hauptsächlich Formalitäten der Verbandsarbeit auf der Tagesordung. Vorsitzender Hubert Witt lenkte die Aufmerksamkeitder Mitglieder in seinen Ausführungen jedoch noch auf zwei Punkte, die ihm besonders wichtig waren:
  1. Er sieht die Arbeit der Jagdauseher durch die Änderungsbestrebungen bei den Landesjagdgesetzen massiv gefährdet. Als Negativbeispiel nannte er Rheinland-Pfalz, wodie Funktion desJagdaufsehers bei der bereits laufenden Jagdgesetzänderung nicht mehr im Gesetz verankert werden soll. SolchenTendenzen gelte es im eigenen Land frühzeitig vorzubeugen, so Witt.
  2. Bestrebungen, den untergegangenen Bund Deutscher Jagdaufseher (BDJa) wiederzubeleben, erteilte Witt seitens seines Verbandes eine klare Absage. Die Mitgliederversammlung des BBJastattete ihnmit einemMandat aus, sich einer Initiative der nordrhein-westfälischen Jagdaufseher anzuschließen, die eine Löschung des BDJa aus dem Vereinsregister anstrebt. Begründung: Man habe mit der Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Jagdaufseherverbände ein hervorragendes Gremium zur bundesweiten Abstimmung, eineseigenen Bundesverbandes bedürfe es nicht.
Eine besondere Freude war es der Verbandsführung, etliche verdiente Mitglieder (siehe Bild) im Rahmender Jahreshauptversammlung auszeichnen zu können. Musikalische Umrahmung erfuhr die Tagung durch die Kellberger Jagdhornbläser. Die Tagungsleitung hatte Peter Assmann inne. JMB